EV Duisburg will seinen ersten „Matchpuck“ verwandeln

Auch am Freitagabend hofft der EVD wieder auf eine voll besetzte Halle.
Auch am Freitagabend hofft der EVD wieder auf eine voll besetzte Halle.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Freitag kann der EVD mit einem dritten Sieg über den EV Regensburg die Teilnahme an der Oberliga-Finalserie buchen.

Duisburg.. Felix Bick ist ein ausgesprochen ruhiger Torhüter. Selbst in brenzligen Situationen wird der 22-jährige Goalie des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg nicht hektisch. Am Mittwoch in Regensburg platzte ihm aber in der 50. Minute der Kragen. Die Füchse hatten gerade zwei Tore kassiert, als die Gastgeber noch eine Chance hatten – Bick ließ seine Vorderleute lautstark wissen, was er davon hält.

Das Feuer ist also da – auch wenn ein Spiel längst entschieden ist. Denn der 6:2-Sieg der Füchse in der Donaustadt war vor allem in den ersten 40 Minuten eine Demonstration der Souveränität. In der Best-of-Five-Serie kann der EVD damit am Freitag (19.30 Uhr, Scania-Arena) schon alles klar machen und mit einem Sieg ins Play-off-Finale einziehen.

„Wir wussten“, sagte EVD-Coach Uli Egen nach dem Spiel in der ausverkauften Donau-Arena, „dass Regensburg ein sehr unangenehmer Gegner sein kann. Dementsprechend haben wir uns darauf vorbereitet. Wir haben 40 Minuten lang sehr gutes Eishockey gespielt für ein Auswärtsspiel im Halbfinale gegen eine Mannschaft, die uns in Duisburg viele Probleme bereitet hat.“

Diese Probleme wiederum bereiteten in Spiel zwei allerdings die Füchse ihren Gastgebern. Als das Spiel immer länger und der Vorsprung immer höher wurde, wurde es in der mit 4961 Zuschauern bis auf den letzten Platz besetzten Halle merklich ruhiger – abgesehen von der Kolonie Duisburger Fans. Ein Regensburger Fan brach die Ruhe und sagte: „Das ist die mit Abstand stärkste Mannschaft, die in dieser Saison hier gespielt hat. Vielleicht abgesehen von Freiburg.“

Egen: „Noch ist nichts passiert“

Bemerkenswert war, wie abgeklärt das junge Duisburger Team in der Defensive agierte, bereits früh gegnerische Angriffe unterband und so selbst zu zahlreichen guten Chancen kam. Erst im letzten Drittel ging dieser Fokus verloren. „Die Mannschaft ist jung. Da ist es vielleicht auch normal, dass man nach einem 6:0-Vorsprung nicht mehr ganz so konzentriert spielt“, so Egen. „Es war aber auch vorbildlich, wie Regensburg angesichts dieses Spiels noch einmal in der Offensive gespielt hat.“ So war dieser Verlauf vielleicht auch der nötige Warnschuss, um Spiel drei am Freitag in Duisburg ebenso konzentriert anzugehen wie die Partie in Regensburg. Denn, so Egen: „Noch ist nichts passiert. Wir führen mit 2:0.“

Sein Gegenüber Doug Irwin sagte: „Wir sind sehr enttäuscht. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben viele leichte Fehler gemacht, die Duisburg eiskalt ausgenutzt hat. Im zweiten Drittel wollten wir noch einmal zurückkommen, doch mit dem 4:0 nach elf Sekunden war das Spiel zu diesem Zeitpunkt für uns verloren.“ Auch der Regensburger Coach lobte den Auftritt seines Teams in den letzten 20 Minuten. „Wir wollten ein besseres Ergebnis rausholen. Nun fahren wir mit der Hoffnung nach Duisburg, eine starke Leistung zu liefern und noch einmal am Sonntag in Regensburg spielen zu können.“

Auch Freiburg auf Kurs

Auch im anderen Halbfinale führt die Mannschaft, die mit Heimrecht in die Serie gestartet ist: Nach dem 11:1 daheim tat sich der EHC Freiburg diesmal aber schwerer. Die Breisgauer lagen in der kleinen Halle der Icefighters Leipzig gar nach 20 Minuten mit 0:1 hinten, gewannen aber mit 4:1. Sowohl die Duisburger als auch die Freiburger haben nun drei „Matchpucks“, um ihre jeweiligen Halbfinalserien erfolgreich zu beenden.