EV Duisburg in Neuwied vor einer schweren Aufgabe

Die Cracks des EV Duisburg wollen auch in Neuwied jubeln.
Die Cracks des EV Duisburg wollen auch in Neuwied jubeln.
Foto: Funke Foto Services
Der EV Duisburg spielt am Donnerstag in der Endrunde der Eishockey.Oberliga beim heimstarken EHC Neuwied.

Duisburg..  Dieser Donnerstag hat viele Namen. Hierzulande heißt er einfach „Altweiber“. Weiberfastnacht, verformt in vielen Mundarten, ist oft gebräuchlich. In Neuwied und der Koblenzer Region heißt er jedoch: Schwerdonnerstag. Das passt ganz gut. Denn das heutige vorgezogene Spiel des EV Duisburg in der Endrunde der Eishockey-Oberliga beim EHC Neuwied, das um 20.15 Uhr beginnt, ist tatsächlich nicht gerade leicht.

„Neuwied ist heimstark, führt harte Zweikämpfe und hat oft eine volle Hütte“, fasst EVD-Trainer Uli Egen zusammen. Ersteres stimmt, denn die einzigen beiden Heimniederlagen kassierten die Bären gegen die Füchse. Da ist es doppelt ärgerlich, dass sich Verteidiger Markus Schmidt beim Kantersieg gegen Niesky eine überflüssige Spieldauerstrafe eingehandelt hat und nun gesperrt ist. „Das ist wirklich nicht toll, aber wir haben einen starken Kader. Dann werden andere einspringen.“

Aller Voraussicht nach können die Füchse erneut auf Haie-Förderlizenz-Verteidiger Pascal Zerressen zurückgreifen; auch Dominik Meisinger, Stürmer aus Krefeld, wird wohl dabei sein. Verzichten müssen die Füchse nach wie vor auf Diego Hofland. „Auch Lars Grözinger ist krankheitsbedingt angeschlagen. Es ist noch offen, ob er spielt, es schaut aber nicht so aus“, so Egen.

Angesichts der Neuwieder Heimstärke planen die Füchse allerdings nicht, ihr Spielsystem zu ändern. „Natürlich musst du die Führungsspieler des Gegners im Auge haben, defensiver gegen sie agieren. Aber wir spielen mit vier Sturmreihen und sechs Verteidigern. Wir können immer Druck auf den Gegner ausüben. Daher gibt es keinen Grund, etwas zu verändern“, so Egen. Da in einem Spiel gegen Neuwied allerdings häufiger mit Über- und Unterzahlsituationen zu rechnen ist, stand genau dies auf dem Plan der verkürzten Trainingswoche.

„Die Einstellung stimmt“

Insgesamt zeigt sich Egen gemeinsam mit Teamchef Lance Nethery zufrieden, was die Gesamtleistung der Mannschaft angeht. „Die Einstellung und Bereitschaft stimmt zu 100 Prozent. Taktisch kann man sich in einigen Situationen immer noch besser verhalten. Aber die Jungs wollen“, so Egen.

In Neuwied gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Denn vor einigen Wochen wechselte Ex-EVD-Torhüter Björn Linda nach Neuwied. Die beiden Auswärtsspiele gegen Ende der Hauptrunde in Neuwied konnten unterschiedlicher nicht sein: Erst gewann der EVD am 30. Dezember mit 10:1, am 4. Januar lagen die Füchse ab der 44. Minute mit 2:4 hinten, drehten dann die Partie durch drei Tore innerhalb von 91 Sekunden in der 52. und 53. Minute. Liefe es erneut so, wäre es wirklich ein „Schwerdonnerstag“.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE