EV Duisburg als Meister weiter im Tagesgeschäft

Sebastian Busch traf für den EVD in Neuwied zum Sieg.
Sebastian Busch traf für den EVD in Neuwied zum Sieg.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg sicherte sich zwar die Meisterschaft in der Eishockey-Oberliga West. Ernst wird es für die Füchse jedoch erst später.

Duisburg..  Meister der Oberliga West. Das war Matthias Roos schon mit dem Herner EV. Somit war dieser Erfolg, den der Eishockey-Coach nun am Sonntag mit dem 5:4-Erfolg beim EHC Neuwied mit dem EV Duisburg unter Dach und Fach brachte, nichts Neues. Und etwas Besonderes ohnehin nicht. „Die Tabelle spielte für uns im gesamten Saisonverlauf keine Rolle. Platz eins muss angesichts unseres Aufstiegsziels der Anspruch sein.“

So hat sich am Tagesgeschäft für die Füchse durch den vorzeitigen Titelgewinn nichts geändert. Dass die Mannschaft wenige Tage nach dem 10:1-Erfolg an selber Stätte diesmal jedoch Probleme hatte, kam für den Coach nicht überraschend. „Dass die Spieler so ein Ergebnis innerhalb weniger Tage nicht aus dem Kopf streichen können, ist normal und menschlich“, so Roos, der sich trotz eines frühen 0:2-Rückstandes und eines 2:4-Rückstandes nach 43 Minuten in Neuwied „zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht hat.“ Die Füchse drehten innerhalb von 90 Sekunden das Spiel und machten aus einem 2:4 eine 5:4-Führung. Sebastian Busch sicherte am Ende mit seinem Treffer zum 5:4 den Erfolg.

Am Freitag kommt Ratingen

Der zwischenzeitliche Rückstand hatte für den Trainer auch einen positiven Aspekt. Im weiteren Saisonverlauf – spätestens wenn es im Play-off gegen einen Südklub ums Weiterkommen geht – werden die Füchse öfter in die Situation geraten, ein Spiel drehen zu müssen. „Es ist jetzt schon wichtig, dass die Mannschaft die Erfahrung macht, das Blatt noch einmal wenden zu können. Das ist uns zuletzt auch gegen Herne nach einem 1:4-Rückstand eindrucksvoll gelungen“, so Roos.

In der Oberliga West stehen für die Füchse nun noch vier Spiele auf dem Programm. Am Freitag geht’s in der Scania-Arena mit einem Heimspiel gegen die Ratinger Aliens weiter, am Sonntag geht’s dann nach Herne. Nach Abschluss der Runde erfolgt die Verzahnung mit den Klubs der Ost-Liga. Viel wird sich dann nicht ändern: Auch dann werden die Duisburger als Favoriten auf dem Eis unterwegs sein.

Entwarnung gab es derweil bei Mike Schmitz, der in Neuwied nach einem Check angeschlagen vom Eis musste, aber wenig später wieder ins Geschehen eingreifen konnte.