ETuS Wedau hat den Klassenerhalt selbst in der Hand

Die Handballschuhe hatte sie schon an den Nagel gehängt, in der Not hilft Carmen Feldmann wieder aus.
Die Handballschuhe hatte sie schon an den Nagel gehängt, in der Not hilft Carmen Feldmann wieder aus.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Carmen „Flummi Feldmann“ will mit ihrer Erfahrung mithelfen, den Ligaverblei des ETuS zu sichern. Kurzfristiger Rücktritt vom Rücktritt.

Duisburg..  Auf gleich zwei Partien wird sich der Fokus des ETuS Wedau am Wochenende richten. Die volle Konzentration des Frauenhandball-Oberligisten gilt natürlich dem eigenen Spiel bei den Bergischen Panthern am Sonntag (15.30 Uhr). Tags zuvor aber werden die Wedauerinnen ebenso gespannt dem Geschehen in Mettmann folgen. Im Duell zwischen Mettmann-Sport und dem Neusser HV sind die Sympathien der Wedauerinnen mit Blick auf die Tabellensituation naturgemäß klar verteilt.

Die Neusser, die aktuell hinter dem ETuS den ersten Abstiegsplatz belegen, sollten aus Duisburger Sicht tunlichst nicht gewinnen. Vier Spieltage stehen insgesamt indieser Saison an – jetzt das Spiel in Burscheid, am 12. April das Heimspiel gegen Biefang – und im schlimmsten Fall wird das junge Team bis zum Schluss zittern müssen. „In den nächsten beiden Spielen gegen die Panther und Biefang sollten wir punkten – und dann hoffen wir, dass es reicht. Wir haben es ja noch selbst in der Hand“, sagt Carmen Feldmann, die ebenso wie Ina Pusch trotz des Rücktritts im vergangenen Jahr nun doch noch einmal mit ihrer Erfahrung aushilft. „Wir haben das ganz kurzfristig entschieden. Ich bin ETuSianer – das ist und bleibt auch so“, war es für „Flummi“ keine Frage, nochmal das Trikot überzuziehen.

Zum Saisonfinale stehen dann noch die schweren Partien in Aldekerk (18. April) und daheim gegen Meister Fortuna Düsseldorf (26. April) an. „Das sind ja dann die ganz einfachen Spiele“, sagt Feldmann mit einem Augenzwinkern. Dass, der Klassenerhalt einmal vorausgesetzt, in der neuen Saison vieles besser werden wird, davon ist Feldmann überzeugt. „Andere Vereine haben so eine Phase nach einem Umbruch auch schon durchgemacht, wenn die Last plötzlich ganz auf den Schultern der ganz jungen Spielerinnen liegt. Das ist ein ganz normaler Prozess. Nächstes Jahr wird das ganz anders aussehen.“