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2. Fußball-Bundesliga

Es fehlte an der Präzision

03.02.2012 | 21:29 Uhr
Es fehlte an der Präzision
Daniel Brosinski (3.v.l.) ließ eine ganze Reihe guter Torchancen geradezu fahrlässig aus. (Foto: Lars Fröhlich)

Duisburger lassen zahlreiche gute Möglichkeiten ungenutzt und unterliegen dem FSV durch zwei Tore der Lauterer Leihgabe Ilian Micanski mit 1:2. Vor allem Gästekeeper Klandt hatte daran großen Anteil.

Der MSV Duisburg legte bei Eisschranktemperaturen in der Schauinsland-Arena einen Fehlstart in die Restrunde der 2. Fußball-Bundesliga hin. Gegen den FSV Frankfurt kassierten die Zebras eine 1:2 (0:1)-Niederlage.

Auf dem knüppelharten Geläuf, das erst am Morgen vor dem Spiel von einer Platzkommission freigegeben wurde, begann der MSV stark und hätte schon in den ersten Minuten komfortabel führen können. „Wir haben die Bedingungen gut angenommen, sind offensiv und sehr motiviert aufgetreten. Wir hätten den FSV gerne überrascht, aber beim Gegner stand mit Patrick Klandt ein Keeper im Kasten, der ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht hat“, lobte MSV-Trainer Oliver Reck.

Daniel Brosinski scheiterte nach 120 Sekunden an Klandt. Zwei Minuten später knallte Brosinski auf Jula-Zuspiel aus sechs Metern freistehend drüber. Für den Ex-Kölner lief es auch nach einem Schuhwechsel nicht besser: Klandt behielt auch in den folgenden Duellen jeweils die Oberhand gegen den Duisburger Offensivmann. „Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Wenn ich von den Chancen zwei gemacht hätte, wäre die Partie entschieden gewesen“, meinte „Brosi“ nach dem Abpfiff.

Bajic kam zu spät

Die Frankfurter gingen nach 17 Minuten durch den aus Kaiserslautern ausgeliehenen Ilian Micanski 0:1 in Führung: Die Flanke des agilen Marcel Gaus konnte Andre Hoffmann, der als rechter Verteidiger bei den Zebras auflief, nicht verhindern. Innenverteidiger Branimir Bajic kam im Zentrum einen Tick zu spät.

Nach dem Seitenwechsel schafften die Zebras durch eine Standardsituation den Ausgleich: Auf Freistoß von Benjamin Kern köpfte Goran Sukalo sein erstes Saisontor (48.). Der MSV drängte vor 9577 Zuschauern auf das zweite Tor und geriet überraschend ins Hintertreffen. „Unglaublich, da will Zafer Yelen flanken, der Ball fliegt an allen vorbei und landet bei uns im Tor“, konnte es Benni Kern nicht fassen. Der Treffer wurde allerdings wieder Micanski gutgeschrieben, der angeblich noch mit den Haarspitzen „dran“ war.

Letztlich scheiterte der MSV, bei dem Kapitän Srdjan Baljak neun Monate nach seinem Kreuzbandriss wieder sein Ligacomeback feierte, an der mangelnden Präzision im Abschluss. „Da werden wir den Hebel ansetzen“, so Reck, „was wir an Möglichkeiten vergeben haben, das war enorm.“

Möhlmann: „Glücklich“

Frankfurts Coach Benno Möhlmann, der mit Oliver Reck einst zusammen als Profi bei Werder Bremen spielte, stufte den Dreier an der Wedau als „glücklich“ ein. Möhlmann: „Auf den Bodenverhältnissen ist es den Spielern nicht einfach gefallen, immer konstruktiv zu spielen. Wir haben nach dem 1:1 weitergekämpft und sind belohnt worden.“

Thomas Tartemann und Sven Kowalski

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Kommentare
03.02.2012
21:59
Es fehlte an der Präzision
von lapofgods | #1

Chancen? Schön und gut, keine Frage. Man sollte aber auch nicht übersehen, dass Frankfurt (nach dem desolaten Auftakt) über weite Strecken den besseren Fußball spielte. Die Stilmittel, die bei denen die ganze Offensive (Micanski, Amri, Gaus) geboten hat um immer wieder in unseren Strafraum zu kommen, die hatte der MSV nicht.

1 Antwort
Es fehlte an der Präzision
von nina99birgit | #1-1

was ist bloß aus dem msv geworden?

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