Erste Personalentscheidungen beim DSV

Mustafa Öztürk wechselt vom Duisburger SV 1900 zum SV Genc Osman Duisburg.
Mustafa Öztürk wechselt vom Duisburger SV 1900 zum SV Genc Osman Duisburg.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Positives Fazit nach Wesel-Spiel. Am Freitag präsentierte sich der Duisburger SV 1900 in guter Form. Erste Zu- und Abgänge sowie Vertragsverlängerungen stehen fest.

Duisburg..  Simon Edu konnte zufrieden sein. Nicht nur, weil der Duisburger SV 1900 durch das 3:1 gegen den PSV Wesel-Lackhausen seine Augen nicht mehr auf das Tabellenende der Fußball-Landesliga richten muss, sondern weil die Abwehr so bemerkenswert gut gespielt hat. „Das hat ja auch schon im Derby gegen den FSV sehr gut funktioniert“, sagt der Innenverteidiger der Wanheimerorter. Im Spiel gegen Wesel wurde es gar noch besser: Denn in der ersten Hälfte ließ der DSV im Strafraum keine einzige Gelegenheit zu, alle Torannäherungen der Gäste musste jenseits der Strafraumgrenze abgeschlossen werden.

„Diese Stabilität hat uns lange gefehlt“, resümiert Edu die Saison, die sich nun auf der Zielgerade befindet. „Es war schon verrückt. Zehn Spieltage lang stehen wir ganz oben und auf einmal haben wir so viele Ausfälle, dass plötzlich kaum noch etwas klappt. Und dieser Mist setzt sich dann auch noch in der Rückrunde fort.“ Da in dieser Übergangssaison nur 14 Teams pro Staffel spielten und zudem vier Teams absteigen, ist der Weg von der Spitzengruppe in die Sorgenzone nicht weit. „Jetzt läuft es ganz gut. Wir haben verdient gewonnen und haben 90 Minuten lang als Mannschaft sehr gut gespielt“, so Edu.

Auch Trainer Ralf Kessen war vom souveränen Auftritt der Mannschaft angetan. „Ich will nicht unnötig zu Superlativen greifen, aber ich denke schon, dass das unser bestes Saisonspiel war.“ Wer nach einem Manko suchen will, findet nur die Chancenauswertung. Denn für Wesel hätte die Partie auch in einem Debakel enden können. „Aber alleine schon, wie wir uns die Chancen erspielt haben, war sehenswert. Wie beim 2:0, als wir zügig kombiniert haben. Oder bei der Torvorlage von Adrian Tober mit der Hacke. Dazu kommt die Laufbereitschaft von Spielern wie Deniz Hotoglu, Valdet Totaj, Emre Camdali und allen anderen.“ Der Abwehr gab der Coach etwas mehr Stabilität. Denn Steffen Murke als Teil der Doppel-Sechs „hat sich defensiver orientiert und konnte die Kette verstärken“, so der Coach.

Derweil ist Jörg Kessen, der Sportliche Leiter, längst mitten in der Planungsphase für die Landesliga-Saison 2015/16, in der die Spielklasse nur aus zwei Staffeln, dann aber mit jeweils 18 Teams bestehen wird. Mit vielen Spielern werden noch Gespräche geführt, der Verbleib von Mo Sadiklar, Pierre Kanzen, David Römer, Kevin Kessen, Deniz Hotoglu, Steffen Murke, Justin Bock und Adrian Tober steht aber schon fest. Bislang sichere Abgänge sind Mustafa Öztürk (SV Genc Osman), Benjamin Theißen (DSC Preußen II) und Torhüter Julien Schneider (Nachwuchstrainer SC Düsseldorf-West). Zudem verlassen Tim und Kay Kasaj sowie Stephan Bork den DSV mit unbekanntem Ziel; Dejan Vukadinovic wird wohl aufhören. Die ersten drei Neuen stehen fest, dabei handelt es sich um Talente aus der Region. Die Verteidiger Raffael Schütz und Niklas Franzen kommen aus der A-Jugend von Bayer Uerdingen, Mittelfeldspieler Soufian Serifoski von der A-Jugend des Duisburger FV 08.