Ernüchterndes Fazit von ASCD-Trainer Dubinak

Trotz der drei Niederlagen in Montenegro gibt sich ASCD-Center Dennis Eidner kämpferisch.
Trotz der drei Niederlagen in Montenegro gibt sich ASCD-Center Dennis Eidner kämpferisch.
Foto: Lars Heidrich
Amateure schieden mit drei Niederlagen aus der Champions League aus. Mangel an internationaler Erfahrung wurde deutlich.

Duisburg..  Drei Spiele, drei Niederlagen – das Champions-League-Turnier in Herceg Novi verlief für die Wasserballer des ASC Duisburg ernüchternd. Trainer Peter Dubinak machte daher aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Wir hatten vor dem Turnier große Hoffnungen“, verriet der Ungar. „Dadurch, dass wir weit unter unserem Niveau gespielt haben und unser Potenzial einfach nicht abrufen konnten, hatten wir einfach keine Chance zu bestehen.“

Vor allem die fehlende Spielpraxis machte sich bei den Duisburgern bemerkbar. Im Sommer wollten sie ein internationales Mini-Turnier ausrichten, das Vorhaben scheiterte jedoch gleich an mehreren Dingen. Aufgrund der unterschiedlichen Terminpläne in Europa waren hochkarätige Gegner rar gesät. Dazu hätte wohl auch das Schwimmstadion als Spielstätte nicht zur Verfügung gestanden. „Wir hätten vorher internationale Turniere gebraucht, um uns weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse haben uns sehr enttäuscht“, gestand Dubinak.

Ein Lob sprach der ASCD-Coach am Wochenende dem montenegrinischen Gastgeber aus. Das junge Team von Jadran Herceg Novi hatte den Amateuren zum Auftakt am Freitag keine Chance gelassen. „Wie diese extrem junge Mannschaft gearbeitet hat, das hat meinen Respekt verdient“, sagte Dubinak. Das Fazit der restlichen Partien fiel gemischt aus. Die Niederlage im innerdeutschen Duell gegen Waspo 98 Hannover hatten die Duisburger schnell verdaut. Für die Zukunft soll das Spiel kein Fingerzeig gewesen sein. Dubinak: „Man hat gesehen, dass sie nur einen Tick besser waren.“ Gegen Vouliagmeni spielten die Amateure dann zum Leidwesen ihres Trainers mit angezogener Handbremse: „Wir müssen immer bereit sein, alles zu geben.“

„Wir sind ein geiler Haufen“

Verzagen werden die Duisburger nicht. Vielmehr will das Team seine Schlüsse aus dem Wochenende ziehen. „Wir werden gucken, was wir besser machen müssen, um jedem Spieler die Chance zu geben, sich hier weiterzuentwickeln. Eben nicht, wie es die Nationalmannschaft momentan macht“, nutzt Peter Dubinak auch die Chance, Kritik am Verband zu äußern. „Wir wollen unseren Spielern etwas bieten.“

Die gehen trotz allem voller Vorfreude und Tatendrang in die nun beginnende Saison. Center Dennis Eidner bekräftigt dann auch gleich: „Dieses Wochenende hält uns nicht davon ab, dass wir Deutscher Meister und Pokalsieger werden wollen. Es lief einfach nicht in diesem Turnier, dennoch sind wir ein geiler Haufen.“