Erlösung in der 50. Minute

Keine leichte Aufgabe für André Huebscher (3. von links), Fabio Pfohl und Co. Doch am Ende stand ein 3:1-Sieg gegen den EV Regensburg.
Keine leichte Aufgabe für André Huebscher (3. von links), Fabio Pfohl und Co. Doch am Ende stand ein 3:1-Sieg gegen den EV Regensburg.
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Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg gewinnt das erste Spiel im Play-off-Halbfinale gegen den EV Regensburg mit 3:1. Diego Hofland fälscht einen Schmidt-Schuss zum entscheidenden 2:1 ab.

Duisburg..  Was in dieser Saison bislang gefehlt hat? Spiele wie die gegen die Kassel Huskies in der vergangenen Saison. Zugegeben: Einige Partien waren schwieriger als andere. Essen und Herne. Oder auch Leipzig und Halle. Doch mit dem EV Regensburg stellte sich – endlich – ein Gegner an der Wedau vor, der das machte, was auch die Füchse beherzigen. Laufen bis zum Umfallen, Zweikämpfe suchen und gewinnen, Scheiben zum Tor bringen. Umso größer war die Freude, als Diego Hofland in der 50. Minute seine Kelle in den Schuss von Markus Schmidt hielt und mit dem 2:1 für die Erlösung sorgte. Am Ende gewann der EV Duisburg Spiel eins im Play-off-Halbfinale der Eishockey-Oberliga mit 3:1 (1:1, 0:0, 2:0).

„Ich wollte ihn abfälschen, natürlich gehört dazu auch immer etwas Glück“, strahlte der Torschütze nach dem Spiel. „Im ersten Drittel“, sagte EVD-Coach Uli Egen, „haben wir uns ganz schwer getan. Regensburg hatte die klareren Chancen.“ Das kippte nach dem ersten Gang in die Kabinen, als EVD-Teamchef Lance Nethery erklärte: „Wir müssen von A bis Z besser werden.“ Egen weiter: „Wir gaben sehr gut gespielt, waren aggressiver und bereit, sodass der Sieg verdient war.“ Für Regensburg, so Egen, sei es gut gewesen, in den Play-offs gefordert gewesen zu sein. „Das war bei uns im Duell mit Hannover leider nicht der Fall. Nun haben die Jungs gemerkt: Aha, so wird Play-off gespielt.“

Der Start verlief zunächst optimal. Schon nach vier Minuten wurde es für den Kasten der Gäste erstmals brenzlig – kurz darauf hatte es gescheppert: Jan-Niklas Pietsch hatte die Scheibe aufs Tor gebracht, den Abpraller traf Dominik Meisinger noch nicht einmal richtig, doch der Puck trudelte an EVR-Goalie Martin Cinibulk langsam, aber unaufhaltsam vorbei über die Linie. Doch das Donau-Team stellte gleich klar, dass es so einfach nicht wird. Auch hier war es ein Abpraller, den Daniel Stiefenhofer nur 33 Sekunden später zum Ausgleich nutzte. Danach fehlte den Füchsen die Sicherheit, Regensburg wurde dominanter. Die Anfangsnervosität hatten die Duisburger im zweiten Drittel abgelegt, nutzten aber die sich bietenden Chancen nicht. So schnappte sich Raphael Joly die Scheibe auf der linken Seite, ließ einen Verteidiger stehen, doch vor dem Tor stach ihm Cinibulk die Scheibe aus. Kurz darauf holte sich der Gästekeeper einen Schuss im Nachfassen.

Im dritten Abschnitt nahm der Duisburger Druck zu – und fand die Krönung im 2:1 durch Hofland. Danach bestimmte der EVD das Spiel klar. In der Schlussminute schloss Fabio Pfohl einen Alleingang zum 3:1 ab. Was den EVD am Mittwoch (20 Uhr) in Regensburg erwartet? „Ein volles Haus, gute Stimmung und spannendes Eishockey. So wie heute auch“, sagte EVR-Trainer Doug Irwin. Am Freitag (19.30 Uhr) folgt Spiel drei in Duisburg.

Im anderen Halbfinale gewann der EHC Freiburg das erste Spiel mit 11:1 gegen die Icefighters Leipzig.

EV Duisburg –
EV Regensburg 3:1

Drittel: 1:1, 0:0, 2:0
Tore: 1:0 (5:05) Meisinger (Pietsch, Ziolkowski), 1:1 (5:38) Stiefenhofer (Stähle, Stieler), 2:1 (49:37) Hofland (Schmitz, Walkowiak), 3:1 (59:11) Pfohl (Zerressen, Joly). Strafen: Duisburg 6, Regensburg 8. Zuschauer: 2809.