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"Er ist mit dem Herzen dabei"

06.08.2007 | 17:21 Uhr

ASCD. Gestern Abend war Trainingsauftakt bei den Amateuren. Der Wasserball-Vizemeister ist von seinem neuen Trainer Arno Troost angetan.

Der Auftakt ist geschafft. Und Arno Troost ist froh. "Die Jungs haben nicht gemault", lacht der neue Trainer des Wasserball-Bundesligisten ASC Duisburg. Sonntagabend, Vorstellungstermin im Klubhaus an der Kruppstraße. Gut zwei Stunden lernen sich der Coach und seine neuen Jungs kennen, besprechen Grundsätzliches und Spezielles für die neue Saison. "Der erste Tag dauert ja immer länger", kann Troost die Amateure beruhigen. Denn statt langer Besprechungen gab's gestern Abend schon das erste Training im ASCD-Becken.

Der neue Mann lässt's locker angehen, erst in der kommenden Woche wird das Trainingspensum mit sieben Einheiten kräftig angezogen. Die Fleißarbeit im Becken und im Kraftraum wird nicht von eiserner Härte begleitet. Troost: "Ich gebe keinen Frontalunterricht. Wir werden den Weg, den wir gehen wollen, gemeinsam beschreiten. Wasserball ist ein Miteinander." Einen guten Eindruck hat Troost jedenfalls an seinem ersten Arbeitstag in Duisburg hinterlassen. "Er ist mit dem Herzen dabei und vermittelt ein Wir-Gefühl. Bei ihm zählt die Mannschaft", ist Center Timo Purschke vom ersten Treffen mit dem neuen Coach sehr angetan.

Zusammen wollen die Vizemeister einiges erreichen. Die Finals um die Deutsche Meisterschaft sollen es für die Amateure wieder werden. "Wenn wir uns steigern wollen, bleibt natürlich nur der erste Platz", sagt Purschke. Die breiten Schultern seiner Spieler will Troost mit diesem Druck allerdings nicht belasten. Auch wenn der selbstständige Architekt genau weiß, wie sich Titelgewinne anfühlen. Denn mit Ausnahme der letzten Pokal-Endrunde war es für Troost und die Damen Blau-Weiß Bochums in der jüngsten Vergangenheit stets Pflicht, das Double in die Ruhrstadt zu holen.

In der Vorbereitung auf den ersten Saisonhöhepunkt, das Euro-League-Turnier am letzten September-Wochenende, wird Troost noch auf einige Spieler verzichten müssen. Paul Schüler und Julian Real reisen morgen zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Long Beach, mit dabei ist auch ihr künftiger Mitspieler Till Rohe. Schon gestern haben sich Tobias Kreuzmann und Timo Purschke auf den Weg nach Berlin gemacht. Beim Finalturnier der World League hofft das deutsche Team auf ein Ticket für Olympia. Kreuzmann hat schon alles durchgerechnet: "Auch wenn etwas Träumerei dabei ist: Wenn alles gut läuft, spielen wir im Halbfinale gegen Serbien um das Ticket."

ANDREAS BERTEN

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