Enttäuschung beim ETuS Wedau nach Abstieg aus Oberliga

Mit dem ETuS Wedau abgestiegen: Nicole Walter.
Mit dem ETuS Wedau abgestiegen: Nicole Walter.
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Was wir bereits wissen
Das Team von Trainer Jörn Janhsen hat den Klassenerhalt verpasst. Derweil feierte der TV Aldenrade am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft.

Duisburg.. Aus und vorbei: Die Handball-Frauen des ETuS Wedau sind am letzten Spieltag aus der Oberliga abgestiegen. Derweil bejubelte der TV Aldenrade die Vizemeisterschaft.

ETuS Wedau -
Fortuna Düsseldorf 17:30 (14:12)

ETuS: Ueffing (7), Asmuth, Feldmann, Walter, Kaiser (je 2), Reuter, Szymanowicz (je 1).

Die Enttäuschung beim ETuS sitzt tief. „Ein solcher Abstieg aus der Oberliga ist schlimm“, sagte Trainer Jörn Janhsen. Noch in der ersten Halbzeit sah es danach aus, als könne sein Team den Klassenerhalt schaffen. Der ETuS spielte mutig nach vorne, führte zur Pause. „Wir haben mit einer 3:1-Deckung gespielt, damit ist der Gegner nicht zurecht gekommen.“ Jedoch verloren die Gastgeberinnen nach dem Wechsel den Faden. „Da hat uns das Selbstbewusstsein gefehlt.“ Düsseldorf gelangen noch 18 Treffer – dem ETuS nur drei. Viel zu wenig, um in der Oberliga zu verbleiben, was dem Neusser HV mit einem 26:24 gegen Solingen-Gräfrath II gelang. Wie es beim ETuS weitergeht? „Unsere Ab- und Zugänge stehen fest. Wir werden unseren Kader für die kommende Saison bald bekanntgeben“, so Janhsen.

TV Aldenrade -
TuS Treudeutsch Lank 25:24 (10:11)

TVA: Ludwig (6), Lang (5), Gensch, Scheija (je 4), Rink (2), Schauenburg (3), Getz.

Feierstimmung beim TV Aldenrade: Die Spielerinnen liefen jubelnd durch die Halle, skandierten „Vizemeister“, nachdem Tanja Ludwig drei Sekunden vor Schluss ihren Freiwurf zum Sieg verwandelt hatten. TVA-Trainer Manfred Wählen sah ein „sehr knappes Spiel“ und lobte den Gegner: „Lank hat gut gespielt. Wir mussten immer aufpassen, damit sie nicht davonziehen, haben selbst auch nur dreimal geführt.“ Aldenrade lieferte sich ein hochspannendes Duell mit dem TuS: „Es hätte auch Unentschieden ausgehen können, was uns ja auch zur Vizemeisterschaft gereicht hätte, aber ein Sieg ist natürlich viel schöner“, so Wählen. Seine Mannschaft feierte nach dem Spiel auch mit TVA-Torhüterin Manuela Doktor, die gestern 40 Jahre alt wurde. „Sie hat eine Top-Leistung gezeigt“, sagte der Coach, „vor ihr ziehe ich ausdrücklich meinen Hut.“