Entscheidung über Aufstieg vertagt

Punktgleich, zwei Treffer Vorsprung für den CR und dazu auch die klar mehr geschossenen Tore – das war vor dem Spitzenspiel in Leverkusen der Unterschied zwischen dem RTHC Bayer und dem Club Raffelberg. Und es ist auch der Unterschied, mit dem die beiden Kontrahenten in den letzten Spieltag am 14. Juni gehen werden. Denn das Topduell in der Frauen-Hockey-Regionalliga endete 0:0 unentschieden. Der Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga wird in einer Woche in einem Fotofinish entschieden.

„Es war nicht unbedingt unser bestes Spiel, aber wir haben großartig gekämpft“, sagte Trainerin Susi Wollschläger. „Und Tete hat toll gehalten“, lobte sie Torhüterin Theresa Günther. Ein weiteres, dickes Lob ging an „Pimpfie“, also Sophia Frach. Die Raffelbergerinnen gingen etwas gehandicapt in die Partie, weil Anneke Maertens krankheitsbedingt angeschlagen war, sodass das Mittelfeld nicht ganz so sicher wie gewohnt agierte. Das nötige Glück hatten die Duisburgerinnen dennoch. „Leverkusen hatte eine Minute vor dem Ende eine Riesenchance“, so Wollschläger. Doch der Ball schlug nicht ein – wie bei allen Großchancen im Spiel. „Jedes Team hatte drei dicke Chancen“, so Wollschläger.

„Das Ergebnis ist für uns natürlich besser. Zudem haben wir mit der Partie gegen Rot-Weiß Köln II ein Heimspiel, während Leverkusen nach Essen muss“, hofft Wollschläger am Sonntag, 14. Juni, den Aufstieg packen zu können. „Ich denke, dass die Unterstützung genauso gut sein wird wie nun in Leverkusen“, freute sich Wollschläger über die vielen Raffelberger, die sich auf den Weg gemacht hatten – und staubedingt etwas spät ankamen.

Durch das auf Fronleichnam vorgezogene Spiel haben die Damen am Wochenende frei, während die Raffelbeger Herren am Sonntag, 11 Uhr, in der Oberliga beim ETuF Essen II antreten müssen. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison haben die Duisburger den dritten Platz sicher. „Angesichts der starken Verjüngung unseres Kaders ist das eine Riesenleistung“, freut sich CR-Trainer Mark Spieker. Der ETuF steht als Vierter acht Punkte hinter Raffelberg. Am letzten Spieltag (14. Juni, 17 Uhr) kommt der bereits als Aufsteiger feststehende ETB Schwarz-Weiß Essen an den Kalkweg.

„Wir werden diese Spiele nutzen, um einigen, die zuletzt nicht so oft dabei waren, die Gelegenheit zu geben, sich zu präsentieren“, so Spieker. Zudem wird es darum gehen, einige Systemvarianten mit Blick auf die neue Saison zu testen.