Elgalp und Cetinyürek hören auf

Als Aufsteiger im ersten Bezirksliga-Jahr der Vereinsgeschichte auf Anhieb Platz drei zu holen, spricht für sich. Sicherlich haben Meric Elgalp und Bayram Cetinyürek nicht die schlechteste Arbeit bei den Fußballern von Rheinland Hamborn geleistet. Dennoch werden beide Trainer in der kommenden Saison nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Elgalp, der das Team zum Aufstieg geführt hatte, will sich aus zeitlichen Gründen eher an der Sportlichen Leitung beteiligen. Bei Cetinyürek reichen die Beweggründe etwas tiefer. „Der Verein will mit den Sportfreunden Marxloh kooperieren, die einen neuen Trainer mitbringen. Deshalb gehe ich und suche eine neue Herausforderung“, sagt Cetin­yürek.

Rheinland-Chef Frank Bosse relativiert den Begriff Kooperation etwas. „Eine Fusion der beiden Vereine wird es zur neuen Saison nicht geben. Die Sportfreunde kehren nach einem halben Jahr, in dem sie auf der Platzanlage des FSV Duisburg gespielt haben, wieder auf unser Vereinsgelände zurück. Uns verbindet eine enge Freundschaft und wir wollen uns gegenseitig unterstützen. Für die Zukunft ist eine Fusion ein Gedankenspiel, aber kurzfristig ist das nicht umsetzbar.“

Die gegenseitige Hilfe geht aber immerhin schon soweit, dass die Verantwortlichen der Sportfreunde, die jüngst die Rückkehr in die Kreisliga A feierten, einen neuen Trainer für Rheinland mitbringen. Ursprünglich sei Metin Akdeniz für Marxloh angedacht gewesen, erklärt Fahri Ulutas. „Aber dann haben wir uns geeinigt, dass er Trainer bei Rheinland wird“, so der Vorsitzende der Sportfreunde, der dort bislang selbst Spielertrainer war. Für den Duisburger Akdeniz, der bei den Reserve-Teams der türkischen Spitzenvereine Galatasaray und Fenerbahce Istanbul kickte, ist es die erste Trainerstation. Für die Sportfreunde sucht Ulutas nun noch einen neuen Coach. „Ich habe da schon jemanden im Kopf. Das könnte sich bald entscheiden“, Seinen Standpunkt zur Zusammenarbeit erklärt der Marxloh-Boss so. „Beide Vereine wollen sich gegenseitig unterstützen und alles dafür tun, dass die Teams von Rheinland und Marxloh richtig gut aufgestellt sind.“ So seien auch vermehrte Spielerwechsel zwischen den beiden Vereinen nicht ausgeschlossen. Bislang gibt es auf Rheinland-Seite mit Andrej Walter und Birol Saffak aber nur zwei Abmeldungen, sagt Frank Bosse. „Dass an einem Top-Spieler wie Walter einige Verein dran sind, ist ja klar“, so der Vorsitzende. „Birol wollte sich aber noch einmal überlegen, ob er nicht doch bleibt.“

Bayram Cetinyürek hat das Kapitel Rheinland jedenfalls abgehakt. „Etwas traurig finde ich das schon. In der Mannschaft ist viel Potenzial und schließlich haben wir als Aufsteiger viel erreicht“, sagt er. Den dritten Platz im ersten Bezirksligajahr der Vereinsgeschichte nimmt ihm aber keiner mehr. Und mit diesem Eintrag in seiner Vita geht der Trainer nun auf die Suche nach einer neuen Herausforderung. „Ein Bezirksligist sollte es schon sein“, sagt Cetinyürek. „Und gerne einer mit Aufstiegsambitionen.“