Eishockey ist Familiensache

Eine Familie im Eishockey-Fieber. Valentin Pfeifer (vorne) ist ebenso vom Puck-Fieber gepackt wie Bruder Tristan, Vater Jürgen, Mutter Susanne und Schwester Tatjana (hinten von links).
Eine Familie im Eishockey-Fieber. Valentin Pfeifer (vorne) ist ebenso vom Puck-Fieber gepackt wie Bruder Tristan, Vater Jürgen, Mutter Susanne und Schwester Tatjana (hinten von links).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Bergheimer Valentin Pfeifer hat es ins U-16-Team des DEB geschafft. Seine Geschwister jagen ebenfalls dem Puck hinterher – seine Eltern und sein Onkel haben es früher gemacht.

Duisburg..  Valentin Pfeifer lächelt. „Ja, das liegt wohl in der Familie.“ Der 16-jährige Bergheimer spielt Eishockey – und das auch noch richtig gut. Aber wie hätte es auch anders kommen sollen? Sein Vater Jürgen spielte früher für den GSC Moers, die Schalker Haie und den EC Dorsten. Seine Mutter Susanne unter anderem in Duisburg. Diese Eishockey-Gene sind offenbar dominant. Denn sein Bruder Sebastian spielte bis zu einer Verletzung ebenso wie „Valle“ für den Krefelder EV. Seine Schwester Tatjana steht im Tor, sein jüngerer Bruder Tristan trägt das Knaben-Trikot der Schwarz-Gelben. Und als ob das noch nicht reichen würde: Sein Onkel ist Heinz-Gerd Albers, früher Eishockey-Spieler beim EVD und im Skaterhockey als Ex-Nationalspieler einer der großen Spieler der so erfolgreichen Ducks-Ära.

Nein, wehren konnte sich Valentin nicht gegen den Weg ins Eishockey. Das würde er aber auch kaum wollen. Denn immerhin ist er inzwischen U-16-Nationalspieler.

Das sportliche Talent zeigte sich früh. „Los ging es mit Kinderturnen im Alter von zweieinhalb Jahren“, erinnert sich seine Mutter Susanne. Und auch im Fußball weiß „Valle“ gut, wie es läuft. „Ich habe beim Rumelner TV gespielt“, berichtet der Youngster – und ab und zu macht er es immer noch. „Vor kurzem haben wir seinen alten Trainer getroffen. Er hatte viele Ausfälle und fragte, ob Valentin nicht aushelfen könnte“, erinnert sich Susanne Pfeifer. Valentin konnte und wollte. „Das ist doch im Sommer ganz gut für mich. So bleibe ich fit“, sagt er selbst. Doch langweilig wird es ihm und seinen Geschwistern ohnehin nicht. Denn auch in der warmen Jahreszeit müssen die Pfeifers ran. „Montags Krafttraining, dienstags Eistraining in Wesel, mittwochs Intervall-Training, donnerstags Halteübungen und Gymnastik, freitags Lauftraining“, fasst der 16-Jährige das Pensum beim Sommertraining zusammen. Ein guter Eishockeyspieler wird im Sommer gemacht, heißt es. Valentin nickt. So ist das eben.

So oft es geht, unterstützen die Eltern ihren Nachwuchs. Das ist ja klar, aber die Pfeifer-Kids sind schon selbstständig unterwegs. So geht es oft mit dem Fahrrad nach Krefeld. „Ungefähr eine halbe Stunde“, schätzt „Valle“ den Fahrtweg ein. „40 bei mir, 45 mit Tristan“, ruft Tatjana, die auch schon an Auswahl-Maßnahmen teilnimmt.

Los ging es für die Pfeifers beim GSC Moers. „Die Eishalle liegt für uns einfach näher als die Scania-Arena in Wedau“, sagt Susanne Pfeifer. Aber schon früh ging es Richtung Krefeld. Und auch bei einem der besten Nachwuchsstandorte der Region setzte sich „Valle“ durch. In der Schüler-Bundesliga trägt der Duisburger das „C“ des Teamkapitäns auf der Brust. In 35 Spielen kam er auf 23 Tore und 38 Vorlagen – das kann sich sehen lassen. In der Relegation verbuchte er auch schon die ersten Einsätze in der Deutschen Nachwuchsliga. Sechs Spiele, drei Tore, sechs Vorlagen und eine +7 in der Plus-Minus-Statistik. Werte, die es kaum verwunderlich erscheinen lassen, dass er mit dem DEB-U-16-Team nach Finnland reisen durfte. „Die Hymne zu hören, das war schon eine Höhepunkt.“

In der kommenden Spielzeit wird „Valle“ im DNL-Team des KEV auflaufen, hofft aber, irgendwann bei einem nordamerikanischen Team spielen zu können. „Das Abi geht aber vor“, sagt der Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums. Sein Vorbild ist übrigens Krefelds Nationalspieler Daniel Pietta. Eine gute Wahl: Er hat schließlich auch schon für Duisburg gespielt . . .