Eine Rückkehr, ein Abschied und eine Ankunft

Der eine kam wieder, blieb aber nicht so lange, wie er wollte. Der nächste ging, und ein anderer kam. Die Westdeutschen Kanu-Meisterschaften auf der Regattabahn standen am Wochenende im Zeichen mehrerer Personalien.

Das Comeback des ehemaligen Junioren-Weltmeisters Jannik Innerkofler von Bertasee Duisburg endete bereits am Samstag mit dem Zwischenlauf. Mit Ernst Rübsam belegte er auf der 200-Meter-Strecke nur den vierten Platz und verpasste damit hauchdünn den Einzug in das Finalrennen. Vor sechs Wochen hatte sich das Duo dazu entschieden, bei der „Westdeutschen“ an den Start zu gehen. „Es ist schwer, in so kurzer Zeit wieder auf Wettkampf-Niveau zu kommen. Andere trainieren dafür ein komplettes Jahr“, so Bertasee-Trainer-Urgestein „Abu“ Günther, der hofft, dass Jannik Innerkofler nun aber trotzdem weiter macht.

Für Bertasee Duisburg wäre es nach einen schweren Jahr ein positives Signal. Die Junioren hatten aus beruflichen Gründen komplett die Paddel aus der Hand gelegt. „Wir haben die Situation unterschätzt. Wir fangen jetzt wieder von vorne an“, so Günther, der aber guter Dinge ist, dass die neuen Talente ihren Weg machen werden.

Karl Brauer, Andy Bengs, Franz Frank und Arthur Erkes zählen nicht mehr zu den Talenten von Bertasee. Sie waren in der Altersklasse 60 – hier ging es im Rahmen der Veranstaltung um die Deutsche Meisterschaft – am Start und sicherten sich den Titel über 500 Meter und wurden Zweiter über 200 Meter. Im Zweierkajak über 1000 Meter wurden Karl Brauer und Andy Bengs Zweiter. Franz Frank wurde Vizemeister im Einerkajak über 200 Meter. Axel Giesen gelang dies in der AK 65.

Für den langjährigen Regattabahn-Chef Dieter Schmidt fiel gestern mit dem letzten Rennen der Vorhang. Er geht nach 26 Jahren in den Ruhestand. Otto Schulte, Präsident des Kanu-Regattavereins Duisburg, würdigte Schmidts Wirken: „Er kennt jeden Tropfen Wasser in der Wedau-Bahn persönlich.“ Sein Nachfolger ist ebenfalls mit dem Gewässer per du: Mirko Günther, ehemaliger Bertasee-Rennkanute, nimmt heute seine Arbeit auf.

Beim Start auf der Wedau-Bahn nutzen zahlreiche Youngster von Bertasee Duisburg und vom WSV Niederrhein ihren Heimvorteil und paddelten auf die Medaillenränge. Beide Vereine erreichten jeweils einen Meistertitel. Bei den zwölfjährigen Mädchen gewann Marina Bärg von Bertasee Duisburg die Schülerwertung. Tom Maaßen (WSV Niederrhein) wurde Landesmeister der Schüler auf der 2000-Meter-Strecke. Weitere Ergebnisse folgen in der morgigen Ausgabe.