Ein Sieg mit 40 Kilometern Anlauf

340 Teilnehmer zählte der OSC. 125 starteten beim 10000-Meter-Hauptlauf. Am Ende hatte der Düsseldorfer David Sudowe (348) trotz der Anreise mit dem Rad knapp die Nase vorn vor Michael Schramm (155) vom ASV Duisburg.
340 Teilnehmer zählte der OSC. 125 starteten beim 10000-Meter-Hauptlauf. Am Ende hatte der Düsseldorfer David Sudowe (348) trotz der Anreise mit dem Rad knapp die Nase vorn vor Michael Schramm (155) vom ASV Duisburg.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach seiner Anreise mit dem Rad gewinnt der Düsseldorfer David Sudowe den zwölften Volksparklauf des OSC Rheinhausen. Stabile Meldezahlen freuen die Organisatoren.

David Sudowe war etwas aus der Puste. Doch nicht nur die 10 000 Meter durch den Rheinhauser Volkspark, die er gerade in 34:06 Minuten zurückgelegt hatte, machten dem Düsseldorfer zu schaffen: „Vielleicht hätte ich doch nicht mit dem Fahrrad herkommen sollen“, sagte Sudowe zu seinem Verfolger Michael Schramm, der 15 Sekunden nach ihm ins Ziel im Volksparkstadion einlief. Doch trotz der rund 40 Extra-Kilometer, die der Fahrradtachometer des Düsseldorfers anzeigte, reichte es zum Sieg beim 3. OSC-Sparda-Lauf.

Dabei waren die Voraussetzungen beim Sieger nicht die besten. „Vor einer Woche bin ich noch beim Halbmarathon in Leverkusen gelaufen. Bei der Hitze erholt man sich dann nicht ganz so schnell davon“, zwinkerte Sudowe, der seine Bestzeit beim ersten Auftritt in Rheinhausen mal eben um 40 Sekunden verbessert hatte. Auf den OSC-Lauf war Sudowe über einen Veranstaltungskalender im Internet gestoßen. Und er ist dem Düsseldorfer eine Empfehlung wert. „Die Strecke ist recht schnell und sehr schön, gerade bei der aktuellen Hitze, da sie viel Schatten bietet.“

Schramm glaubt weiter an das Triple

Solche Worte hören die Veranstalter vom OSC Rheinhausen freilich gerne. Aber ohnehin waren die Organisatoren „sehr zufrieden“, so Richard Winkler. „Mit 340 Teilnehmern waren es zwar 20 weniger als im letzten Jahr, aber wir wollen nicht zu laut stöhnen“, grinst der Mitorganisator. „Es sind über 300, und das ist gut.“ So freute sich Winkler über stabile Meldezahlen beim nun schon zwölften „Lauf um und durch den Volkspark“, der mit 221 Teilnehmern im Jahr 2009 nur einmal einen kleinen Negativ-Ausreißer verzeichnete. Den Pokal für die teilnehmerstärkste Gruppe nahmen die 40 Schüler von der GGS Van-Gogh-Straße mit.

Bei fast allen Ausgaben war Michael Schramm dabei. Zweimal hatte der Mann vom ASV Duisburg den Lauf auch schon gewonnen. Doch mit dem dritten Erfolg wurde es durch Sudowes Sieg wieder nichts.

„Ich bin dennoch sehr zufrieden“, so Schramm, „der zweite Platz ist toll und 34:21 Minuten sind meine Saisonbestzeit.“ Es war sogar die schnellste Zeit, die der Duisburger bei seinen Starts in Rheinhausen lief. „Aber irgendwie gibt es trotzdem immer wieder jemanden, der noch schneller ist“, nahm Schramm den verpassten Sieg mit einem Lächeln.

Zum Triple kam es auch bei den Frauen nicht. Jedoch nicht etwa, weil Svenja Ojstersek zu langsam gewesen wäre. Ihre Siegeszeiten aus den letzten beiden Jahren hätten gereicht. Doch da die 21-Jährige aus Kaarst – wie auch Antje Möller vom ASV – nicht antrat, freute sich Riccarda Schlimnat vom TuS Xanten über ihren ersten Sieg beim OSC. In 41:08 Minuten lief sie mit deutlichem Vorsprung vor Ulrike Schönherr (43:51, LAC Kettwig) und Steffi Loeb vom ASV (44:26) als schnellste Dame ins Ziel. Den Wettbewerb über 5000 Meter gewannen Loebs Vereinskollege Jan Neuens in 16:46 Minuten und Sonja Beba (20:16, ASC Rosellen Neuss).

Michael Schramm hat seine Hoffnungen auf den dritten Sieg beim OSC indes noch nicht aufgeben. Zur Not würde er noch solange weiter machen, bis es klappt. „Ich werd’s versuchen“, ballte Schramm die Faust. David Sudowe hatte indes andere Sorgen. Ob er seinen Mini-Triathlon noch mit einer Runde Schwimmen im Toeppersee perfekt machen wird? „Ne, ich muss ja jetzt auch wieder mit dem Fahrrad zurückfahren“, lacht der Sieger, „aber danach haue ich mich erstmal in den Unterbacher See.“