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MSV Duisburg

MSV Duisburg erlebt einen Ruck nach vorne

11.11.2012 | 23:59 Uhr
MSV Duisburg erlebt einen Ruck nach vorne
Abgeblockt: Die Duisburger Deckung hielt beim 0:0 in Köln allen Angriffen stand.

Duisburg.  Weil die Konkurrenten verlieren, macht der MSV Duisburg im Abstiegskampf - zumindest ein wenig - Boden gut. Und nach dem in Unterzahl erkämpften 0:0 gegen den 1. FC Köln freuen sich Spieler und Verantwortliche über die gezeigte Moral.

Der Sonntag Nachmittag rundete das Duisburger Zweitliga-Erfolgserlebnis vom Freitag noch etwas ab. Das hart umkämpfte Unterzahl-0:0 beim favorisierten 1. FC Köln erhielt quasi im Nachgang noch eine kleine Aufwertung. Da die MSV-Konkurrenten Dynamo Dresden (0:2 in Cottbus) und Jahn Regensburg (2:4 in Ingolstadt) leer ausgingen, beträgt der Rückstand auf den 15. Tabellenplatz für die Zebras nur einen Punkt.

„Das Unentschieden, was wir gegen den FC geholt haben, werte ich als Punkt für die Moral“, stellt Manager Ivica Grlic fest. Inklusive Nachspielzeit kämpften die Duisburger 73 Minuten in Unterzahl, nachdem Abwehrchef Branimir Bajic nach einem Zupfer an Sascha Bigalke die Rote Karte gesehen hatte. „Ich habe Brani mit meinem Fehlpass in die brenzlige Situation gebracht“, nahm Torwart Felix Wiedwald zumindest eine Teilschuld auf sich, „wir haben lange mit zehn Mann gekämpft und am Ende einen Punkt geholt, der uns weiter bringt.“

Nicht nur tabellarisch, sondern auch vom Teamspirit her kann das Remis am Rhein einen Ruck nach vorne auslösen.

Tabellenplatz uninteressant

„Ein Spiel kann eine ganze Saison kippen“, drückte Trainer Kosta Runjaic vorsichtigen Optimismus aus. Vorsichtig wohl deshalb, weil es vor allem dem Kampfgeist geschuldet war, der den lange in numerischer Unterlegenheit arbeitenden Zebras zum verdienten Punkterfolg in Müngersdorf verhalf.

In Euphorie wollte Coach Kosta freilich nicht verfallen. So war auch der Sprung weg vom letzten Tabellenplatz kein herausragendes Ereignis für den Coach. „Mich interessiert nicht, auf welchem Platz wir gerade stehen. Als Trainer interessiert mich, wie wir uns als Team präsentieren, die Entwicklung der Mannschaft und ob wir unsere Ziele erreichen. Wenn wir dann im Mai auf einem Nicht-Abstiegsplatz stehen, dann interessiert mich das“, so Runjaic.

Für diese Entwicklung könnte das Derby in Köln, das objektiv betrachtet in spielerischer Hinsicht wahrlich kein Glanzstück der beiden Teams war, aber dennoch ein entscheidender Schritt nach vorne gewesen sein. „Die Mannschaft weiß, worum es geht“, betonte der Coach.

Runjaic: „Ruhe bewahren“

„Das positive Erlebnis müssen wir mitnehmen. Aber im Abstiegskampf kommt es vor allem darauf an, Ruhe zu bewahren.“ Was den Trainer allerdings positiv stimmt, ist der Umstand, in den letzten neun Spielen viermal zu Null vom Platz gegangen zu sein.

Ein Fingerzeig für die Zukunft könnte die taktische Entscheidung nach der Roten Karte gewesen sein, als Andre Hoffmann in die Kette beordert worden ist. „Andre ist gelernter Innenverteidiger“, so Runjaic. Gut möglich, dass er auch im nächsten Spiel dort zu finden ist. „Hoffi“ selbst macht sich mit dem Gedanken, den gesperrten Bajic im Deckungszentrum zu vertreten, schon vertraut. „Wenn ich eine Position nach hinten rücke, dann habe ich überhaupt nichts dagegen“, zwinkert der 19-Jährige, der die kommende Aufgabe gegen Erzgebirge Aue „als Charaktertest für uns alle“ klassifiziert. Hoffmann ohne Umschweife: „In den vergangenen Wochen haben wir auswärts ganz okay gespielt, uns aber zu Hause danach immer wieder alles versaut. Das muss jetzt aufhören.“ Sollte der erste Heimdreier klappen, winkt erstmals ein Nichtabstiegsplatz.

Thomas Tartemann und Friedhelm Thelen

Kommentare
13.11.2012
13:07
MSV Duisburg erlebt einen Ruck nach vorne
von JotZee | #13

Mit unserer finanziellen Lage, den wegbrechenden Zuschauerzahlen, der Unruhe in der Vereinsführung vor einiger Zeit, ist es schon ein starkes Signal,...
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2012-11-11 23:59
Duisburg