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Ein Pokalspiel als Spiegelbild der Saison

25.05.2012 | 21:29 Uhr
Ein Pokalspiel als Spiegelbild der Saison
Ramazan Ünal (links, Hamborn 07) im Duell mit DSV-Spieler Hüseyin Ince. (Lars Fröhlich)

Duisburg. Im spannenden Duell am Donnerstag offenbarten Hamborn 07 und der Duisburger SV 1900 bekannte Probleme.

Dass Hamborn 07 am Donnerstagabend aus dem Fußball-Kreispokal ausgeschieden ist, hatte auch mit einer Menge Pech zu tun. Das Spiel, das der Landesligist Duisburger SV 1900 mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den Niederrheinligisten gewonnen hatte, offenbarte allerdings auch einmal mehr Gründe, warum es für beide Mannschaften so lief, wie es eben in der Saison gelaufen ist.

Da wären die Löwen, die 45 Minuten lang die deutlich bessere Mannschaft waren. Ein Heber nach einer Ecke in der 22. Minute durch Jens Schulz war allerdings die einzige Ausbeute. Dabei war deutlich mehr drin. Die fehlende Durchschlagskraft ist ja auch in der Liga ausschlaggebend für die schlechte Platzierung. Und nach dem Seitenwechsel war es so, als stünde 07 gar nicht mehr auf dem Platz. „20 Minuten lang haben wir gar nicht mehr am Spiel teilgenommen“, so Hamborns Trainer Ali Güzel.

Auf der anderen Seiten glänzten die 1900er zwar nach dem Seitenwechsel und kam durch eine perfekt verwandelten Freistoß durch Sergio Pastor Gutierrez zum verdienten Ausgleich, doch in der ersten Hälfte offenbarte die DSV-Defensive die bekannten Schwächen. Stellungsfehler führten zu 1:1-Situationen, die oft an die Löwen gingen. So stand DSV-Keeper Sebastian Wickl oft im Blickpunkt und gehörte daher zu den Matchwinnern der Wanheimerorter. Zudem verwandelte er einen Elfmeter selbst und parierte zwei 07-Versuche. „Ich habe zur Pause die Defensive umgestellt“, hatte auch Trainer Jörg Kessen die Probleme gesehen.

In der Verlängerung hatte Hamborn durch einige Chancen mehr, die größte Gelegenheit ließ allerdings der 1900er Deniz Hotoglu aus, der in der 118. Minute aus zwei Metern an 07-Keeper Björn Blättermann gescheitert war.

Am Ende schimpften wie berichtet die 07-Anhänger – weil ausgerechnet Rafael Synowiec, der zur kommenden Saison zum DSV wechselt, den entscheidende Elfer verschossen hatte. Sportlern in solchen Szenen Absicht zu unterstellen, ist im Regelfall völliger Quatsch. Aber weil derartige Vorwürfe eben doch kommen, wenn es beim Elfmeterschießen nicht klappt, wäre es vielleicht weiser gewesen, den Abwehrspieler nicht in diese Situation zu bringen. Fakt ist, dass der DSV, bei dem sich Kevin Kessen einen Bänderriss in der Schulter zuzog, beim 1. FC Hagenshof (voraussichtlich erst am 12. Juni) um den Einzug in den Niederrheinpokal spielen wird.

Hamborn am Pfingstmontag in „Hö-Nie“

Ohne großen sportlichen Wert ist das letzte Auswärtsspiel der Löwen am Montag (15 Uhr) beim SV Hönnepel/Niedermörmter. In Kalkar geht es gegen Ex-07-Torjäger André Trienenjost, während Thomas Kirsch auf seinen neuen Klub trifft. An der Aufstellung wird sich wenig ändern.

In welcher Liga Hamborn künftig spielt, ist noch offen. Wird die Saison allerdings auf Platz 15 beschlossen, ist die Chance, sich noch für die Oberliga Niederrhein zu qualifizieren, eher gering. Dies hängt dann vom Ausgang der Qualifikationsspiele für die Regionalliga West ab.

Friedhelm Thelen, Thomas Kristaniak



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