Ein kompletter Neuanfang

Oliver Beltermann ist einer der erfahrenen Spieler, die das junge Raffelberger Team anführen sollen.
Oliver Beltermann ist einer der erfahrenen Spieler, die das junge Raffelberger Team anführen sollen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
17 Jugendspieler rücken in den Herrenkader des Club Raffelberg auf. Mit insgesamt 31 Spielern peilt Trainer Mark Spieker den Aufbau eines leistungsorientieren Teams an.

Duisburg..  17 Neuzugänge! Das alleine klingt nach einem Umbruch. Wenn alle 17 aus dem eigenen Nachwuchs kommen, unterstreicht das diesen Eindruck. Die Hockey-Herren des Club Raffelberg haben sich einer radikalen Verjüngungskur unterzogen, bevor am Sonntag (17 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Essen mit dem letzten Hinrundenspiel der zweite Teil der Feldsaison in der Oberliga beginnt.

Insgesamt stehen damit 31 Spieler im Gesamtkader zur Verfügung. „Natürlich“, sagt Trainer Mark Spieker, „wird sich darauf ein spielender Kader von etwa 20 Spielern entstehen, in dem auch immer wieder rotiert wird. Da lohnt es sich einen Blick auf die Namen zu werfen. Zunächst einmal hören Dennis Laue, Patrick Haberland und Christian Volk vornehmlich aus beruflichen Gründen auf. Aus dem bisherigen Kader bleiben als erfahrene Spieler (wobei von diesen Aktiven einige ebenfalls noch ausgesprochen jung sind): die Torhüter Martin Schroeder, Julian Kraft und Florian Pantowski, dazu die Feldspieler Oliver Beltermann, Hauke Kließ, Marwin Füten, Frederick Heck, Arnd Oesterwind, Stani Sachenko, Jonas Uelsmann, Tobit Schäfer, Sören Hufschmidt, Samuel Heinnbach und Marco Wannags. Aus der Jugend rücken auf: Julian Macal, Leander Oßmann (beide Torhüter), Finn Bock, Fritz Brors, Marlon Falck, Max Hoppelshäuser, Tom Jakscha, Steffen Wahl, Dominik Meier, Nils Niebaum, Yannik Brink, Vincent Rastfeld, Rorik Winante, Marius Zawila, Hendrik Högden, Malte Reimann und Florian Hirtz.

„Das ist ein kompletter Neuanfang“, sagt Spieker. Mit welchem Ziel? „Mit dem Ziel, wieder leistungsorientiert Herrenhockey beim Club Raffelberg zu spielen“, erklärt der Coach. Das schien zuletzt nur noch bedingt der Fall gewesen zu sein. „Wir brauchen diesen frischen Wind. Wir brauchen Jungs, die wollen, die hungrig sind.“ Der Weg, bis dem Ganzen Erfolg beschieden ist, bleibt sicher weit. „Auch wenn die Oberliga die vierte Liga ist, müssen sich die Jungs erst einmal an die Geschwindigkeit im Erwachsenenhockey gewöhnen. Es fehlen beinahe gänzlich die Erfahrungswerte. Das Alter als Bonus haben uns alle Gegner nun voraus.“

Daher formuliert Spieker die Ziele auch vorsichtig: „Wir wollen die Oberliga halten.“ Das scheint als Dritter mit zehn Punkten und sechs Zählern Vorsprung vor den Abstiegsrängen defensiv formuliert zu sein. „Allerdings wird sich unsere Startformation auf sieben Spielern ändern“, so der Coach. Und der Start beim Tabellenführer macht es nicht einfach. Die Vorbereitung verlief durchwachsen. Vornehmlich ging es gegen Regionalligisten oder gute Oberligisten. Abgesehen vom 3:0 gegen Wuppertal, gab es ebenso vornehmlich knappe Niederlagen. „Aber die spielerische Entwicklung war klar zu sehen.“

Die Entwicklung ist das eigentliche Ziel dieser blutjungen Mannschaft. So, dass in nicht allzu ferner Zukunft wieder Regionalliga-Hockey beim CR möglich ist. Der Weg ist nicht einfach. Der erste Schritt auf diesem Weg war allerdings nötig – und wurde nun auch vollzogen.