Ein Hauch von Vergangenheit

Banger Blick: Trainerin Inka Grings muss mit einem kleinen Kader – und in den nächsten Tagen ohne vier Nationalspielerinnen – auskommen.
Banger Blick: Trainerin Inka Grings muss mit einem kleinen Kader – und in den nächsten Tagen ohne vier Nationalspielerinnen – auskommen.
Foto: imago/foto2press
Was wir bereits wissen
Der FC Twente Enschede kommt zum Testspiel nach Duisburg. Trainerin Inka Grings erachtet die Partie deswegen als besonders wichtig, da ihr in Kürze vier Nationalspielerinnen fehlen werden.

Inka Grings freut sich auf dieses Duell. „Das ist eine richtig starke Mannschaft“, sagt die Trainerin des Frauenfußball-Bundesligisten MSV Duisburg über den FC Twente Enschede, der heute (18.30 Uhr, Mündelheimer Straße) zum Testspiel vorbeischaut – und damit an alte erfolgreiche Zeiten erinnert, als die Duisburg Fußballerinnen um internationale Ehren spielten.

Das machen die Niederländerinnen aktuell immer noch. In der aktuellen Saison musste sich Twente in der Champions League nach zwei knappen Niederlagen dem FC Paris St. Germain geschlagen geben. „Ich habe daher auch schon mit Linda Bresonik über Twente gesprochen“, berichtet Grings, deren frühere Mitspielerin in Frankreichs Hauptstadt spielt und es im Viertelfinale mit dem Glasgow City LFC zu tun bekommt. „Dieser Test ist deswegen so wichtig, weil uns demnächst wieder vier Nationalspielerinnen fehlen werden“, so Grings. Virginia Kirchberger (Österreich), Rahel Kiwic (Schweiz), Carole da Silva Costa und Dolores Silva (beide Portugal) werden Länderspiele bestreiten, bevor am 15. Februar die Bundesliga-Saison mit dem Auswärtsspiel in Freiburg weitergehen wird.

Daher freut sich Grings, dass ihr Team, was Verletzungen angeht, weithin komplett ist. Emilie Fillion hat am Montag das Training wieder voll aufnehmen können. Zuletzt waren Lucie Vonkova und Sofia Nati krankheitsbedingt angeschlagen. „Sofia wird daher gegen Twente auch noch nicht spielen können.“

Verstärkung für das Team gab es nicht mehr. „Wir hatten im Dezember zwei Österreicherinnen im Probetraining. Beide haben sportlich und menschlich einen positiven Eindruck hinterlassen. Ein Transfer kam allerdings nicht zustande“, so Grings. Das ist angesichts eines Kaders von 16 Spielerinnen, einschließlich der Keeperinnen, schade. „Ich bin schon etwas traurig, aber ich bin nach wie vor der Ansicht, dass wir genügend Qualität haben, um die Klasse zu halten.“ Zuletzt hatte Grings einige Spielerinnen in die zweite Mannschaft beordert. „Die Tür steht natürlich offen, allerdings müssen sich die Spielerinnen über gute Leistung in der zweiten Mannschaft auch anbieten.“