Ein hartes Stück Arbeit für die Füchse

Der Mann des ersten Drittels: André Huebscher erzielte zwei Tore und bereitete das 3:1 durch Fabio Pfohl vor.
Der Mann des ersten Drittels: André Huebscher erzielte zwei Tore und bereitete das 3:1 durch Fabio Pfohl vor.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServi
Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg muss lange zittern, bis der 5:3-Sieg über die Saale Bulls Halle unter Dach und Fach ist. Doppelschlag von Huebscher.

Es war ein hartes Stück Arbeit. Der EV Duisburg hat die Scharte aus dem ersten Spiel der Eishockey-Oberliga-Endrunde ausgewetzt, als es eine 2:5-Niederlage bei den Saale Bulls Halle setzte. In der heimischen Scania-Arena setzte sich das Team von Lance Nethery und Uli Egen am Freitagabend mit 5:3 (3:1, 1:2, 1:0) durch.

Als der Puck zum ersten Mal das Eis berührte, war klar, dass die Füchse auf Revanche für die Auftaktniederlage brannten. Von Beginn an stürmten sie auf das Hallenser Tor, in dem Patrick Glatzel schon nach zehn Sekunden erstmals eingreifen musste. Es dauerte dann auch nur wenig als drei Minuten, ehe die Fans erstmals jubeln durften: Nach präziser Vorarbeit von Fabio Pfohl musste André Huebscher die Scheibe aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken. Die selbe Paarung sorgte in der 14. Minute auch das 2:0. Pfohl, selbst schon in aussichtsreicher Position, setzte uneigennützig Huebscher in Szene, der Glatzel erneut überwand. Die offensiv wenig auffälligen Ostdeutschen nutzten in der 18. Minute eine Strafe gegen Markus Schmidt zum Anschlusstor durch Matthias Schubert, doch Augenblicke später stellte Fabio Pfohl den alten Abstand wieder her.

Grundsätzlich änderte sich am Verlauf im zweiten Abschnitt wenig; jedoch versäumte es der EVD, gegen zunächst nur abwartende Gäste die Führung auszubauen. Das rächte sich, als Philipp Gunkel nach 30 Minuten wie aus dem Nichts auf 2:3 verkürzte, wobei Felix Bick im Tor etwas unglücklich aussah. Die Nervosität im Duisburger Spiel war nun plötzlich greifbar – festzumachen an einer 5:3-Überzahl wenig später, in der fast anderthalb Minuten nichts gelang. Die negative Krönung war dann der Ausgleich durch Georg Albrecht in der 37. Minute. Glück für die Füchse, dass der zuvor sehr starke Patrick Glatzel kurz vor der Drittelpause seinerseits einen Patzer beisteuerte, den Max Faber zur erneuten Führung verwertete.

Der letzte Abschnitt wurde dann noch einmal zu einer ganz engen Kiste für Fischbusch und Co. – weil Halle nun den Druck enorm erhöhte. Spielerisch konnte der EVD das nicht mehr lösen, aber dafür legten die Gastgeber all ihren Kampfgeist in die Waagschale. Das war vor allem in einer Unterzahlsituation ab der 49. Minute notwendig. In der Schlussphase nahm Halle dann Keeper Glatzel vom Eis – was Raphael Joly Sekunden vor dem Ende zum Schuss ins verlassene Gästetor nutzte.

Tore: 1:0 (3:19) Huebscher (Pfohl/5–4), 2:0 (13:34) Huebscher (Pfohl, Joly), 2:1 (17:06) Schubert (Vostarek/5–4), 3:1 (18:37) Pfohl (Huebscher/Joly), 3:2 (30:31) Gunkel (Vostarek), 3:3 (36:08) Albrecht (Thiede), 4:3 (39:06) Faber (Pfohl/5–4), 5:3 (59:56) Joly (Zerressen/ENG) . Strafen: EVD 8, Halle 12. Zuschauer: 1116.