Eigentor besiegelt die MSV-Niederlage

Das Eigentor von Julia Debitzki (links) besiegelte die MSV-Niederlage.
Das Eigentor von Julia Debitzki (links) besiegelte die MSV-Niederlage.
Foto: imago/foto2press
Was wir bereits wissen
Duisburgerinnen verlieren mit 0:1 bei Turbine Potsdam. Durch das gleichzeitige 1:2 des SC Sand gegen Bayern München bleibt im Keller alles beim alten.

Duisburg..  Ja, es hätte besser laufen können. Und: Ja, es hätte aber auch schlechter laufen können. Letztlich hieß die Bilanz des gestrigen Spieltags in der Frauenfußball-Bundesliga aus Sicht des MSV Duisburg: Es bleibt alles beim alten. Das war angesichts der eigenen 0:1 (0:1)-Niederlage bei Turbine Potsdam unter dem Strich eine gute Nachricht.

Trotz zuletzt zwei Spielen ohne Niederlage hatte ein Punktgewinn in Brandenburg nicht realistisch eingeplant werden können. Umso mehr gingen die Augen nach Sand, wo der direkte Rivale SC gegen den FC Bayern München zeitweise sogar mit 1:0 führte. Ein solches Ergebnis wäre für die Zebras der schlimmste anzunehmende Unglücksfall in ihrer aktuellen Situation gewesen; jedoch drehten die Bayern die Partie noch in einen 2:1-Sieg. Damit beträgt der Abstand zu Sand drei Runden vor Schluss weiterhin zwei Punkte.

Wäre für das Grings-Team selbst mehr als eine achtbare Niederlage drin gewesen? Jein. Angesichts der grippebedingten Ausfälle von Jennifer Oster, Marina Himmighofen und Steffi Weichelt fuhr nur ein 15-köpfiges Rumpfteam gen Osten, das sich aber über weite Strecken bravourös schlug. Auf der Hand lag unter diesen Umständen, dass die Trainerin ihrer Elf eine eher defensive Ausrichtung mit auf den Weg gab, was dazu führte, dass Turbine naturgemäß die deutlich größere Anzahl der gefährlichen Strafraumszenen verbuchte.

Bitter jedoch: Die einzige Spielerin, die MSV-Torfrau Meike Kämper überwinden konnte, war ihre Teamkollegin Julia Debitzki. Nach einem Freistoß von Genoveva Anonma versuchte die Defensivkraft zu klären, spitzelte dabei aber die Kugel an ihrer Keeperin vorbei über die Linie. Mit diesem Vorsprung im Rücken erhöhte Potsdam den Druck nach der Pause deutlich, scheiterte aber immer wieder an Kämper. Auf Duisburger Seite gab es zwar in der Schlussphase wieder mehr Entlastung, doch zu einer eigenen Ausgleichschance langte es nicht mehr. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft“, gab Inka Grings dennoch zu Protokoll. Nach drei Wochen Pause kommt es nun am 19. April zum Showdown mit dem SC Sand.

MSV: Kämper – Heß, Costa, Kirchberger, Hellfeier – Schenk, Silva, Debitzki, Pulver (64. Sundov) – Nati, Kiwic (76. Fillion).
Tor: 1:0 Debitzki (42., Eigentor).