Durststrecke der Zebras soll nach zehn Spielen enden

Zwei Gelegenheiten bieten sich dem MSV Duisburg II noch, die Durststrecke in der Fußball-Oberliga – erfolgreich – zu beenden. Nach nun zehn Spielen ohne Sieg will Manfred Wölpper am liebsten sofort die erste davon nutzen. „Der Gegner ist vor dem Abstieg gerettet und wir müssen zusehen, dass wir endlich auch mal wieder dreifach punkten“, sagt der Trainer vor dem vorletzten Saisonspiel, das morgen um 15 Uhr im Stadion des SC Kapellen/Erft steigt.

Wacklige Abwehr

„Auch wenn uns viele Spieler verlassen werden, ich kann nur immer wieder den Appell an sie richten, bis zum Ende weiter vernünftigen Fußball zu spielen und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen“, hofft Wölpper auf den richtigen Siegeswillen seiner Truppe. Gegen Velbert stimmte die Einstellung, jedoch musste sich die dezimierte Zebra-Herde dem stark aufspielenden Meister letztlich mit 2:4 beugen. „Trotz der Niederlage war unser Spiel recht schön anzusehen. Wir haben kombiniert, Chancen erarbeitet, und nach dem 2:2 stand das Spiel spitz auf Knopf. Mit dem 2:3 war die Sache dann aber für uns erledigt.“ Grund dafür war nicht zuletzt eine neu formierte und äußerst wacklige Abwehr um Nils Pagojus und Niklas Heidemann, die Wölpper auch mit Blick auf die nächste Saison testete. „Mit sieben Toren aus den letzten drei Spielen war die Abwehr zuletzt nicht so stark. Sie war aber immer eine andere, was auch der Personalnot geschuldet war.“ Morgen wird es erneut Änderungen geben. Burak Yildiz, der in der nächsten Saison aus der U19 in den U-23-Kader rückt, wird in der Innenverteidigung beginnen. „Zumal Niklas Heidemann Linksfuß ist, kann es gut sein, dass er wieder neben Burak spielen wird“, sagt Wölpper, der Nils Pagojus wiederum ohnehin „lieber auf der Sechs“ sieht. Der eigentliche Abwehrchef Maik Goralski wird eher nicht wieder in die Viererkette zurückkehren. „Er hat seine Sache im Sturm sehr gut gemacht, auch wenn er zuletzt nicht getroffen hat.“

Zumal Tim Kallenbach in dieser Saison nicht mehr eingreifen wird und auch Tarkan Yerek angeschlagen ist, könnte Pagojus wieder in die Mittelfeldzentrale vorrücken. Der Trainer hofft aber auch, „dass Tarkan auf die Zähne beißt.“ Denn personell gehen die Zebras weiter unverändert am Stock. Babacar M’Bengue steht nicht zur Verfügung, Arne Kleinpaß fehlt aus familiären Gründen, Georgios Mantatzidis und Steffen Böhm sind rotgesperrt, und Gökan Lekesiz hat sich nach seinem Abschiedsspiel gegen Velbert auf Urlaubsreise begeben.