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Frauenfußball

Duisburger Sieg trotz neuer Sorgen

05.09.2010 | 21:23 Uhr
Duisburger Sieg trotz neuer Sorgen
Inka Grings schlug gegen die Bayern dreimal zu.

München/Duisburg. FCR gewinnt 4:2 in München. Verdacht auf Kreuzbandriss bei Mirte Roelvink. Linda Bresonik konnte gegen die Bayern nicht auflaufen.

Noch vor Wochenfrist hatte es so ausgesehen, als hätten die großen Verletzungssorgen beim FCR 2001 Duisburg auch im Innenleben der Spielerinnen ihre Spuren hinterlassen: Das 2:2 gegen den Hamburger SV war ein wenig souveräner Auftritt. Sieben Tage später zeigte die Rumpftruppe des Frauenfußball-Bundesligisten nun wieder ein ganz anderes Gesicht: Mit großem Kampfgeist wurde der 4:2 (2:2)-Sieg beim FC Bayern München eingefahren – und das trotz erneuter personeller Rückschläge.

Den ersten gab es schon vor dem Anpfiff. Linda Bresonik stand schon auf dem Spielberichtsbogen, signalisierte nach dem Warmlaufen aber: Es geht nicht! So rückte Mirte Roelvink von der Bank wieder ins Team, nachdem Trainerin Martina Voss-Tecklenburg zuvor mit einer Innenverteidigung mit Bresonik und der aus dem Mittelfeld zurückgezogenen Annemieke Kiesel geplant hatte. Ihren Platz etwas weiter vorn nahm erstmals Reserve-Kapitänin Barbara Müller ein.

Eine Halbzeit lang ging es munter hin und her. Der FCR erwischte den besseren Start, ging durch einen von Inka Grings verwandelten indirekten Freistoß in Führung, nachdem FCB-Keeperin Andrea Schlemmer einen Rückpass aufgenommen hatte. München glich durch Petra Wimbersky aus und beantwortete auch das 2:1 postwendend, das Grings per Elfmeter nach vermeintlichem Foul an Alexandra Popp erzielt hatte. Diesmal nutzte Isabel Bachor eine Schwäche in der Duisburger Hintermannschaft.

Nach einer Stunde dann der nächste Tiefschlag: Mirte Roelvink krümmte sich unter Schmerzen auf dem Rasen – mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss, wie ihn unlängst auch Annike Krahn erlitt, musste sie runter. Doch nur Augenblicke nach dem Wechsel zeigte der FCR die richtige Reaktion: Kozue Ando traf per sattem Schuss zur erneuten Führung. Als Grings mit einem weiteren Elfmeter – diesmal nach Foul an Turid Knaak zweifelsfrei – auf 4:2 erhöhte, war die Sache praktisch gelaufen. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, durfte Martina Voss-Tecklenburg nachher zurecht verkünden.

Thomas Kristaniak

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