Duisburger Schiedsrichter boykottieren Schläger-Teams
24.10.2011 | 17:56 Uhr 2011-10-24T17:56:00+0200
Duisburg. Jagdszenen, Morddrohungen und Spielabbrüche - die Horrormeldungen aus den Fußball-Kreisligen nehmen rasant zu. Die Schiris im Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken haben jetzt die Notbremse gezogen. Einige Teams werden boykottiert. Die Spiele fallen aus.
18 Jahre ist er alt. Ein großes Talent als Schiedsrichter wird ihm bescheinigt. Die Belohnung: die Berufung in den Verbandskader des Fußballverbandes Niederrhein. Dann fällt dieser Satz von einem Amateur-Kicker gegenüber dem 18-jährigen Schiri: „Ich schlitz dich nach dem Spielende auf“.
Für Volkan Alan, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses für Duisburg/Mülheim/Dinslaken, ein Höhepunkt in der ständig wachsenden Gewaltbereitschaft im Amateurfußball gegenüber den Schiedsrichtern: „Was soll ein junger Mensch nach so einer Drohung denken? Da darf sich keiner wundern, wenn wir demnächst keinen Schiedsrichter-Nachwuchs mehr haben“, schimpft Alan im DerWesten-Gespräch.
Sechs Spielabbrüche nach zehn Spieltagen
Beleidigungen, Schlägereien, Jagdszenen, Spielabbrüche und tätliche Angriffe auf Schiedsrichter – die Horror-Meldungen aus den unteren Amateurligen haben in den vergangenen Monaten rasant zugenommen. Besonders betroffen ist der Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken. Bis zum 10. Spieltag hat es hier bereits sechs Spielabbrüche gegeben, weil ein Schiedsrichter bedroht oder sogar tätlich angegriffen wurde.
„Das hat so massiv zugenommen, dass wir nun die Notbremse gezogen haben“, sagt Volkan Alan. Bei Spielen von fünf Mannschaften werde in nächster Zeit kein Schiedsrichter mehr gestellt. Betroffen sind Croatia Mülheim, TB Heißen (beide Kreisliga A) sowie Hertha Hamborn II und Hamborn 90 II (beide Kreisliga B) und Yesilyurt Möllen (Kreisliga C).
Tätliche Angriffe im Jugendbereich
Ob diese Warnung fruchtet? An diesem Wochenende ist ein weiteres Team hinzugekommen: Nach dem Kreisligaspiel zwischen PSV Duisburg und dem SV Raadt wurde der Schiedsrichter von einem Radter Zuschauer so heftig attackiert, dass die Polizei gerufen werden musste. Die Konsequenz: Auch die Radter werden vorerst keinen Schiedsrichter für ihre Spiele in der Kreisliga A gestellt bekommen.
„Damit wollen wir ein Zeichen setzen und die Öffentlichkeit für die dramatische Entwicklung sensibilisieren“, so Alan. Anfang November sollen alle Schiedsrichter des Kreises zum weiteren Vorgehen befragt werden. Dann wird es wohl auch um die tätlichen Angriffe gegen Referees im Jugendbereich gehen. „Selbst dort werden die Schiedsrichter bespuckt und bedrängt“, schimpft Alan.
Assistent mit Becher Bier beworfen
„Die Hemmschwelle ist extrem niedrig geworden“, bedauert Andreas Thiemann, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des Fußballverbandes Niederrhein. So stand selbst ein Niederrheinliga-Spiel am Sonntag kurz vor dem Abbruch. Bei der Partie SV Sonsbeck gegen den FC Kray wurde ein Schiedsrichterassistent von einem Krayer Zuschauer mit einem Becher Bier beworfen.
Sogar außerhalb des Platzes werden die Spielleiter angegangen. „Jüngst hat ein erwachsener Kicker einen 16-jährigen Schiedsrichter über Facebook bedroht und beschimpft“, berichtet Thiemann, der selbst schon einmal als Referee geschlagen wurde: „Wir haben sowieso schon sehr wenig Schiedsrichter und können uns dieses negative Bild in der Öffentlichkeit gar nicht leisten“.
Harte Strafen gegen Übeltäter
Die Suche nach Lösungen wird sich allerdings schwierig gestalten. „Die Kreisspruchkammer leistet sehr gute Arbeit und verhängt harte Strafen für alle Übeltäter“, betont Alan. So wurde jüngst ein Spieler des Mülheimer Vereins TB Heißen für 14 Monate gesperrt, weil er einen Schiedsrichter tätlich angegriffen hatte. Dazu kommen ein Ordnungsgeld und Verfahrenskosten von mehreren hundert Euro.
Was wäre der nächste Schritt? „In der Niederlanden gilt jede Mannschaft, die einen Schiedsrichter tätlich angreift, automatisch als Absteiger am Ende der Saison“, bemerkt Volkan Alan. Da könnte der Auf- und Abstiegskampf in einigen Kreisligen im Revier frühzeitig entschieden sein…
16:31
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16:19
Tja im Fussball geht es nicht nur um Punkte sondern auch um die Ehre.
13:46
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19:36
Was ist denn schon ein Spielabbruch oder Sperre, wenn es um die Ehre geht.
Was immer das auch sein soll.
08:42
Anstatt immer wieder Leuten den schwarzen Peter zuzuschieben, favoriesiere ich das Modell Lösungen. Hier ist der Fußbllverband Niederrhein aufgerufen, sich aktiv um vernünftige Schiedsrichter zu bemühen, sie vernünftig aus, aber vor allem auch immer weiterzubilden, habe immer das Gefühl man pickt sich die Rosinen raus, die man dann pusht, und alles was weniger talentiert ist, nach uns die Sinlut, solen sich die Kreisklassen Vereine doch damit rumschlagen. Mit so einer Denkweise schürt man doch, das was für woche für Woche passiert, aber eben nicht passieren darf.
Da ist auch der Verband gefordert, mit Strafen für die Vereine, für jedes kleinstes Vergehen ist man sofort dabei, abe rdannmuss auf ihrer Seite auch was zurückkommen.
Man solte evtl, auch über die Einführung von Stresstesten nachdenken, damit die Schiedsrichter auch mal in hitzigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren,
08:39
ab wann muss man FAIRNESS schulen? ^^
23:36
solange es eltern , trainer, und betreuer gibt die kindern und jugendlichen das gegenteil von FAIRPLAY vermitteln wird es nicht besser werden denn das sind die spieler der zukunft und wenn diese keine chance haben zu lernen was es bedeutet in einer mannschaft oder verein zu spielen wird es auch durch maßregelungen durch schiedsrichter nicht besser werden!!!
das problem liegt auch darin das es zu wenig geschulte trainer gibt, aber solange ein kleiner verein mit einem kleinen konto die weiterbildung teuer bezahlen muß wird es leider so sein das irgend ein papa sich den kindern und jugendlichen annimmt ob er nun ahnung hat oder nich!!!
traurig aber wahr!
22:06
allein die wortwahl des trainers von tb heißen herrn knöpke befremdt. sein spieler hätte lebenslang gesperrt werden müssen. die mannschaft ebenfalls weil sie einen solchen chaoten nicht bremst. dazu die genaue kontrolle das von dieser truppe nie wieder einer in deutschland gegen den ball tritt. und dazu das verbot je wieder eine platzanlage zu betreten.
also nochmal herr knöpke: sie sind total daneben und gehören als trainer ebenfalls lebenslang gesperrt.
21:03
Seitdem unser Sohn Fußball spielt, stehe ich nun seit Jahren regelmäßig auf dem Fußballplatz und bin immer noch begeistert von diesem Sport, obwohl mittlerweile viele Dinge sich geändert haben:
Die zunehmenden Agressionen zwischen Spielern, Betreuern, Eltern, Schiedsrichtern und Zuschauern sind deutlich spürbr und manchmal denke ich: Fußball ist Krieg!
Einige Eltern sind teilweise völlig außer sich, wenn ihre Kinder verlieren und ich frage mich, was bei denen im Kopf passiert, wenn sie sich dermaßen daneben benehmen.
Es gibt aber auch Schiris, die auf den Platz stolzieren und lleber Gott spielen und sich dann wundern, wenn die Leute sich aufregen.
Ein wenig mehr Beherrschung wäre auf allen Seiten angebracht, aber einige Leute sind hierzu absolut nicht in der Lage und sollten einfach vom Platz entfernt werden.Basta!
18:59
Fußball hat doch nichts mehr mit Sport zu tun,
Viel zu hohe Gehälter! Nicht gerechtfertig!Schlägereien vor und nach den Spielen. Wettbetrügereien, Unkontrollierte,asoziale Besäufnisse.
(Rechtschreibfehler könnt ihr behalten)