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Erneute Bewerbung

Duisburg will die World Games

11.02.2008 | 21:56 Uhr

Die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten sollen 2013 erneut in Ruhrgebiet kommen – und nach Düsseldorf.

Hoffen auf den Zuschlag: die Oberbürgermeister Joachim Erwin, Adolf Sauerland und Duisburger Kämmerer Peter Langner (von links). (Foto: Geinowski)

Bevor Adolf Sauerland und Joachim Erwin erklärten, was der Schmuck des Raums bereits verriet, gab es einen Film. Impressionen von den World Games 2005 in Duisburg. Im Hintergrund das Lied der Spiele: „Once in a lifetime”. Viele Erfahrungen, die die Duisburger Organisatoren damals gesammelt hatten, können sie auch verwenden, sollte die erneute Bewerbung erfolgreich sein. Wenn die World Games 2013 wieder nach Duisburg kommen. Wenn auch mit Düsseldorf als Partnerstadt. Nur einen neuen Song, den bräuchte die Neuauflage der Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten dann aber schon.

„Twice in a lifetime” wird er allerdings wohl nicht heißen.

Ihre Absicht, die World Games in fünf Jahren ausrichten zu wollen, bekräftigen die beiden Oberbürgermeister. Gestern wurden auch die Duisburger Ratsmitglieder über die Beschlussvorlage informiert, über die sie am 25. Februar abstimmen werden. Dabei geht es um die Bewerbung und um die Partnerschaft mit Düsseldorf. Und die dürfte eine wichtige sein. Denn die neuen World Games würden die beiden Ausrichter rund 30 Millionen Euro kosten. Dieser angepeilte Etat läge 1,5 Millionen Euro über den Kosten von 2005. „Allerdings werden wir kein ,Bargeld' investieren”, sagte OB Adolf Sauerland. Dienstleistungen und Personal sollen den Duisburger Anteil bestreiten. Ein Drittel soll von Sponsoren kommen – der Rest von Düsseldorf. „Im Zweifelsfall werden wir auch zahlen”, sagte Sauerlands Amtsbruder aus der Hauptstadt, Joachim Erwin.

 „So groß sind die Summen doch gar nicht”, sagte Erwin beinahe beiläufig. Sauerland und der Duisburger Stadtkämmerer Peter Langner drehten sich beinahe schon erschrocken um. Denn in Duisburg spielt es durchaus eine große Rolle, dass die World Games nicht erneut eine Zuschuss-Veranstaltung werden.

Ob die IWGA die Spiele erneut an Duisburg vergibt, soll sich schon bald entscheiden. „Je schneller es geht, desto einfacher und besser können wir planen”, sagt Erwin. Käme es so, würden die Eröffnungsfeier in der MSV-Arena über die Bühne gehen, die Abschlussfeier allerdings in Düsseldorf. Sportstätten wären dann wohl vornehmlich der Sportpark Wedau sowie verschiedene Düsseldorfer Arenen – wie der Dome, die Philipshalle oder auch das Castello.

Sauerland sprach von „besseren Strukturen” für den Sportpark. Nicht neu wären Pläne, die Eissporthalle zu moderinieren. Ein Veranstaltung wie die World Games als Anlass wäre sicherlich eine gute Gelegenheit. Und die Füchse würden sich sicher auch nicht beschweren. Im Gegenteil. Es könnte sich sogar positiv auf die Zukunft des EVD auswirken.

Bereits vor einiger Zeit hat IWGA-Chef Ron Froehlich erklärt, er könne sich erneute Spiele in Duisburg sehr gut vorstellen. 2009 ist nun erst einmal Kaohsiung in Taiwan an der Reihe.

FRIEDHELM THELEN

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Kommentare
12.02.2008
08:33
Duisburg will die World Games
von philajupp | #1

Alles gut und schön, aber hat Duisburg nicht schon genug Schulden? Muß Duisburg überall dabei sein? Der Bund, das Land, alle reden vom sparen, aber schmeißen das Geld zum Fenster raus. Sollen sie doch das beanspruchte (unnützig ausgegebene) Geld mal für nützliche Einrichtungen, wie Kindergärten u.ä. ausgeben. Aber nein, dafür ist (dann) kein Geld da.

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