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Duisburg macht's erneut

17.03.2008 | 19:18 Uhr
Duisburg macht's erneut

Die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten kehren 2013 zurück. Vertragsunterschrift für 2. Juni geplant.

Andere Bewerber? Die hatte Ron Froehlich schon vor einem Monat im NRZ-Interview kaum noch ausmachen können. Und nachdem Šiauliai in Litauen auch noch ausschied, war es klar: Duisburg und Düsseldorf werden die World Games 2013, also die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten, ausrichten. Diese Empfehlung hat das Exekutivkomitee der International World Games Association (IWGA) ausgesprochen. „Noch müssen wir die Verträge aufsetzen”, sagte Oberbürgermeister Adolf Sauerland, doch der Termin für die Unterschrift steht schon fest. Im Rahmen des Weltsportkongresses in Athen soll am 2. Juni alles klar gemacht werden.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland, IWGA-Präsident Ron Froehlich und IWGA-Generalsekretär Co Koren freuen sich auf die Spiele von 2013. (Foto: Umbach)

„Mit Duisburg und Düsseldorf werden zwei Städte gemeinsam die Spiele ausrichten, aber es wird eine Familie sein”, sagte Froehlich gestern im Rathaus. Noch ist aber unklar, wie die Sportarten auf die beiden „Familienmitglieder” aufgeteilt werden. „Natürlich hat Düsseldorf einige gute Sportstätten zu bieten”, so Froehlich. „In Duisburg wird sich das meiste im Sportpark Wedau abspielen”, erklärte Sauerland. „Mit der Rhein-Ruhr-Halle hatten wir einen Ort dabei, der nicht gerade modernsten Ansprüchen genügte”, sieht Sauerland aber noch Alternativen innerhalb Duisburger Grenzen. Am 28. März will sich Sauerland mit seinem „Amtsbruder” aus Düsseldorf, Joachim Erwin, treffen, um ein mögliches Programm schon einmal grob abzustecken.

„Diesmal ist es ja so, dass jeder weiß, welche Aufmerksamkeit die World Games bringen”, so Sauerland, „und davon will jeder Bezirk etwas mitbekommen.” Da möglicherweise Rollhockey – zusätzlich zum Inlinehockey – ins Programm zurückkehren könnte, gab es schon eine Anfrage aus Walsum.

Beinahe hätte Duisburg noch einen Konkurrenten bekommen. Die IWGA hatte den Litauern empfohlen, sich mit der Hauptstadt Vilnius – übrigens eine der Duisburger Partnerstädte – anstelle von Šiauliai zu bewerben. Das hatten die Litauer abgelehnt. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die World Games nur acht Jahre nach den „erfolgreichsten Spielen bislang”, so Froehlich, erneut nach Duisburg zurückkehren werden.

Sobald die Rohfassung des Vertrages vorliegt, wird die Stadt Duisburg den Kontrakt der Kommunalaufsicht vorlegen. Sobald das Gremium das Ganze abgenickt hat, soll so schnell wie möglich gemeinsam mit Düsseldorf die neue World Games GmbH gegründet werden.

Das genaue Programm steht noch nicht fest. „Zum Beispiel wird Casting nicht mehr dabei sein. Dafür interessiert sich niemand”, zeigte Froehlich dem „Fischen ohne Fische und Wasser” die Rote Karte. „Es gibt wichtige Kriterien, die eine Sportart qualifizieren. So muss klar sein, dass die besten Athleten teilnehmen. Zudem muss der betreffende Verband die Anti-Doping-Erklärung unterzeichnet haben.”

Froehlich hofft, durch die Kooperation mit Düsseldorf die Besucherzahl „von 500 000 auf 800 bis 900 000” steigern zu können. Vielleicht gibt es schon bald einen Probelauf der Partner Duisburg und Düsseldorf. „Da könnte etwas zustande kommen”, wollte Sauerland aber noch nichts verraten.

FRIEDHELM THELEN

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