Drachenboote kämpfen in Duisburg um die Titel
01.09.2010 | 18:00 Uhr 2010-09-01T18:00:00+0200
Duisburg.Zum zweiten Mal nach 2005 richtet Duisburg auf der Wedau die Deutschen Meisterschaften der Drachenboote aus.
Das erste Drachenbootrennen auf einem deutschen Gewässer ging in Duisburg über die Bühne: 1987 als Unterhaltungs-Element bei der Kanu-WM auf der Regattabahn. 23 Jahre später paddeln die Drachenkanuten noch immer aus Spaß, aber mittlerweile auch mit sehr viel Ernst um die Wette. Im nächsten Jahr steigen in Duisburg die Weltmeisterschaften, an diesem Wochenende geht es im Sportpark Wedau bei der Generalprobe für die EM um die Titel der deutschen Meisterschaft.
Am Samstag und Sonntag ermitteln 70 Teams in zwölf Wettkampfklassen ihre Meister. Der Kanu-Regatta-Verein Duisburg richtet die Titelkämpfe für den Deutschen Kanu-Verband aus. Auf dem Programm stehen Wettfahrten über 200 und 500 Meter sowie Verfolgungsrennen über 2000 Meter. Otto Schulte, Chef des Regattavereins, freut sich auf die Titelkämpfe. „Bei den World Games reichten die Tribünenplätze nicht aus. Der Andrang war riesig“, erinnert sich Schulte. Auch wenn die Deutsche Meisterschaft, die zum zweiten Mal nach 2005 auf der Wedau ansteht, nicht die Strahlkraft der World Games haben dürften, setzen die Veranstalter bei freiem Eintritt auf guten Besuch. 1750 Kanuten sind am Start – allein schon die Angehörige und Freunde dürften für Trubel am Streckenrand sorgen.
EM im nächsten Jahr
Favorisiert gehen traditionell die Cracks aus Wuppertal an den Start. Doch auch Duisburger Teilnehmer wollen bei der Medaillenvergabe mitreden. Die Renngemeinschaft der Wanheimer Kanugilde mit der DJK Ruhrwacht Mülheim, die als „Ruhrsteine & Wölfe“ an den Start geht, gewann im letzten Jahr bei der DM in München Bronze und möchte dies auf dem heimischen Gewässer wiederholen. Dazu hatten die Paddler unlängst sogar ein Höhentrainingslager in Tirol bezogen. Sollte der Plan aufgehen, wäre das Boot für die EM im August 2011 in Duisburg und die WM in Toronto qualifiziert. Auch die Frauen des Meidericher Kanu-Klubs, die Flying Turbos, rechnen sich eine vordere Platzierung aus.
Bei der EM im kommenden Jahr werden die Duisburger Ausrichter eine weitaus größere Aufgabe stemmen müssen. Rolf Krämer, Vorsitzender der Drachenboot-Abteilung im Rennverein: „Wenn 15 Nationen teilnehmen sollten, müssten wir uns schon sehr strecken.“
Doch zunächst geht es nur um DM-Titel – und das nicht nur in Duisburg. Denn es gibt mit dem Deutschen Drachenboot-Verband noch einen zweiten nationalen Verband, der zeitgleich in Mainz zum Kampf um die Medaillen bittet. Dort sind 60 Teams am Start. Rolf Krämer: „Wir bemühen uns seit Jahren um die Fusion der Verbände. Bislang vergeblich.“ Dem Deutschen Olympischen Sportbund gehört übrigens nur die Drachenboot-Fraktion, die in Duisburg paddelt, an.
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