„Dinner for One“ beim 1:4 in Bösinghoven

Der VfB Homberg erinnert in der Fußball-Oberliga Niederrhein ex­trem an den Sketch „Dinner for One“, in dem Hausherrin Miss Sophie zu ihrem Butler James den Kultspruch „same procedure as last year“ sagt. Bei den VfB-Kickern ist es auch immer die gleiche Prozedur. Und am Ende steht stets eine Niederlage.

So auch beim letzten Auswärtsspiel der laufenden Saison, das mit einer 1:4 (1:2)-Klatsche beim TuS Bösinghoven endete. „Wir geißeln uns jedes Mal selbst. Das ist wirklich eine Wiederholung seit Monaten. Aber in Bösinghoven war es sogar noch schlimmer“, zeigte sich Trainer Günter Abel bedient.

Die Hausherren profitierten aus einem missglückten Homberger Einwurf und markierten durch Enes Öz das 1:0 (12.). Zwar gelang VfB-Knipser Almir Sogolj nach feiner Vorarbeit von Sunay Acar und Jura Adolf das 1:1 (20.), aber der nächste Patzer ließ nicht lange auf sich warten. Einen Fehlpass von Mo Attris nutzte Takehiro Kubo zur erneuten TuS-Führung (40.).

„Nach der Pause haben uns die Bösinghovener zehn Minuten richtig beschäftigt. Da hatten wir einige Schwierigkeiten, konnten aber mit viel Einsatz und dem mehrfach gut reagierenden Martin Hauffe ein weiteres Gegentor verhindern“, bilanzierte Abel.

Dann allerdings reihte sich Hauffe in die Patzerkette ein: Bei einem langen Ball kam der Schlussmann aus dem Kasten, obwohl zwei Verteidiger vor ihm standen und ließ sich von einem TuS-Gegner überköpfen. Der mitgelaufene Enes Öz lief mit der Kugel ins leere Homberger Tor (73.). Das 4:1 resultierte aus einem Konter, den Kubo vollendete. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Homberger allerdings in Unterzahl, da Eric Holz für ein gelbwürdiges Foul den roten Karton gezeigt bekam (66.).

Etwas Erfreuliches hatte der Tag dann doch noch zu bieten. Die Homberger verpflichteten mit Marcel Kalski (23) einen neuen Stürmer von Mitabsteiger Baumberg. Kalski stammt aus der Talentschmiede von Bayer Leverkusen und trug auch schon das Trikot der U 23 des MSV Duisburg.