Die zwei ?? – Füchse starten am Ostermontag

Vor drei Jahren setzten sich die Füchse – hier mit Markus Schmidt (Mitte) – in drei Spielen gegen den EV Regensburg durch.
Vor drei Jahren setzten sich die Füchse – hier mit Markus Schmidt (Mitte) – in drei Spielen gegen den EV Regensburg durch.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Selb oder Regensburg? Erst am Samstagabend steht fest, wer der Gegner des EV Duisburg im Play-off-Halbfinale der Oberliga wird. Vorverkauf am Samstag von 11 bis 14 Uhr. Halbfinale beginnt am Montag um 16.30 Uhr.

Duisburg..  Werden es die Selber Wölfe? Oder doch eher der EV Regensburg? Tatsächlich ist eingetreten, was sich Lance Nethery vor ein paar Tagen gewünscht hatte. „Ich könnte damit leben, wenn wir erst am Samstagabend wissen, gegen wen wir am Montag spielen“, schmunzelte der Teamchef des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg und spielte auf den Kräfteverschleiß für den jeweiligen Gegner an. Am Donnerstagabend gewann der EV Regensburg Spiel vier im Play-off-Viertelfinale gegen Selb mit 5:2, sodass erst am Karsamstag die Entscheidung fällt. Sicher ist: Der EVD startet am Ostermontag (16.30 Uhr, Scania-Arena) mit einem Heimspiel ins Halbfinale; der Vorverkauf dazu findet am Samstag von 11 bis 14 Uhr an der Eissporthalle statt.

Mit beiden potenziellen Gegnern verbindet die Füchse eine Play-off-Vergangenheit – und beide bildeten das Verfolgerpaar Nummer eins für Süd-Primus EHC Freiburg. „Der EV Regensburg hat einen herausragenden ersten Block“, sagt EVD-Coach Uli Egen. Damit spielt er auf die so genannte „SOS-Reihe“ an mit David Stieler, Louke Oakley – und dem früheren EVD-Spieler Vitali Stähle. In der Hauptrunde der Oberliga Süd war Stieler mit 46 Toren und 73 Vorlagen Topscorer der gesamten Liga; auf Rang zwei folgte Oakley (51 Tore, 55 Vorlagen); Stähle (20, 53) wurde Siebter. 2001 standen sich beide Clubs im Oberliga-Finale gegenüber. Regensburg gewann vor 14 Jahren in fünf Spielen, doch beide schafften den Sprung in die 2. Bundesliga. 2005 wiederum war Regensburg Halbfinalkontrahent auf dem Duisburger Weg in die DEL. Während Weißwasser im Viertelfinale und Straubing im Finale per „Sweep“ (ohne Niederlage) besiegt wurden, ging es gegen Regensburg über fünf Spiele. 2012 ging das Oberliga-Viertelfinale klar an den EVD.

Während Regensburg mit seiner Top-Reihe für Gefahr sorgt, sieht Egen in Selb eine ausgeglichen starke Mannschaft. „Die sind daher schwieriger auszurechnen, haben zu dem einige erfahrene Spieler.“ Jared Mudryk (31 Tore, 57 Vorlagen) wurde in der Süd-Oberliga drittbester Scorer, Kyle Piwowarczyk (35 Tore, 48 Vorlagen) Fünfter. Erst vor zwei Jahren standen sich Duisburg und Selb im Viertelfinale gegenüber. Die Wölfe setzten sich in fünf Spielen durch, nachdem beiden Clubs zunächst je zwei Auswärtsspiele (!) gewonnen hatten.

Wie bereitet man sich also auf einen Gegner vor, den man noch nicht kennt? „Das ist ganz einfach. Wir wissen um unsere offensive Stärke. Wir wollen unser Spiel durchsetzen, egal wie der Gegner heißt. Allerdings werden wir in beiden Fällen auch mehr Wert auf die Defensive legen.“ Wie schon im dritten Spiel gegen die Hannover Indians wird Stephan Fröhlich verletzt pausieren; ansonsten ist das Team komplett.

Wer sich am Samstagfrüh bereits eine Karte kauft, kann auch in der Eissporthalle etwas erleben. Von 9.30 bis 11 Uhr trainieren die Füchse, die am Karfreitag pausiert haben. Direkt im Anschluss absolviert die deutsche Nationalmannschaft eine Trainingseinheit bis 12.30 Uhr. Sieben Spieler im aktuellen Vorbereitungskader (die Spieler der DEL-Halbfinalisten fehlen noch) haben eine Duisburger Vergangenheit. Oliver Mebus (Krefeld) lief sogar in der aktuellen Saison kurzfristig für die Füchse auf. Justin Krueger (Bern) hat nur eine Saison in Deutschland, genauer in Duisburg absolviert – als Bambini beim damaligen DSV 87.