Die Null soll wieder stehen

Gegen Ratingen konnte sich EVD-Goalie Felix Bick auch schonmal einen „Ausflug“ leisten – bislang gelang den Ice Aliens kein Tor gegen Duisburg.
Gegen Ratingen konnte sich EVD-Goalie Felix Bick auch schonmal einen „Ausflug“ leisten – bislang gelang den Ice Aliens kein Tor gegen Duisburg.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Die Füchse wollen auch im vierten Spiel gegen Ratingen kein Gegentor zulassen. Die Ice Aliens sind am Freitag an der Wedau zu Gast. Am Sonntag geht es nach Herne. Sechs von acht Endrunden-Teilnehmern stehen fest.

Duisburg..  Vier Spiele stehen für die Füchse in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga West noch an – die Meisterschaft hat der EV Duisburg seit dem zweiten Sieg in Neuwied zu Jahresbeginn auch mathematisch sicher. Ein „Austrudeln“ gibt es in dieser Runde allerdings nicht, denn die aufstiegsambitionierten Duisburger wollen sich bereit machen für die gemeinsame Endrunde der Oberligen West und Ost, aus der schließlich zwei Teams die Play-offs um den DEL2-Aufstieg erreichen werden.

Am Freitag (19.30 Uhr, Scania-Arena) kommen die Ratinger Ice Aliens zum Nachbarschaftsduell an die Wedau. Das Ziel ist klar: „Ich wünsche mir, dass wie in vielen Spielen hinten die Null steht“, sagt EVD-Trainer Matthias Roos. Gelingt dies, hätten die Füchse das Kuriosum geschafft, in vier Spielen gegen Ratingen kein Gegentor zu kassieren, denn nach den bisherigen drei Erfolgen gegen das Sandbach-Team (8:0, 10:0 und 10:0) warten die Aliens immer noch auf ihr erstes Saisontor gegen den EVD. „Wenn wir zu 100 Prozent unseren Job machen, gehe ich davon aus, dass Ratingen zumindest bei fünf gegen fünf kein Tor gegen uns schießen wird“, so Roos. Allerdings mahnt er daher auch zu Disziplin: „Ratingen ist ein unangenehmer Gegner.“ Heißt: Roos will nicht, dass sich seine Spieler zu unnötigen Strafzeiten hinreißen lassen.

Eine ganz andere Herausforderung wartet am Sonntag (18.30 Uhr, Gysenberg) auf die Füchse: Dann geht es für den EVD zum Herner EV, also zum einzigen Team, das die Duisburger in der laufenden Saison besiegen konnte. „Das heißt, wir sind in dieser Saison am Gysenberg noch ohne Erfolg. Und genau das wollen wir ändern“, sagt Roos. Am 14. November unterlagen die Schwarz-Roten den Hernern auswärts mit 1:3. Die Scharte ist „halb“ ausgewetzt: Denn zu Hause gelang trotz eines 1:4-Rückstands nach 40 Minuten noch ein 7:4-Sieg. Doch gerade die letzten 20 Minuten dieser beiden Teams an der Wedau dürften auch die Herner anspornen. Das bedeutet: „Die drei Spiele in dieser und die acht in der vergangenen Saison waren immer enge Partien. Das wird auch diesmal so sein“, ist sich der Duisburger Coach sicher. Am Freitag werden Kevin Orendorz (gerade genesen nach Mandelentzündung) und Fabio Pfohl (kürzlich von der U-20-WM aus Kanada zurückgekehrt) noch geschont, dafür aber wohl in Herne wieder dabei sein. Doch auch ohne die beiden sollte am Freitag die 200-Tore-Marke fallen – aktuell steht der EVD bei 198 Treffern.

Leipzig und Halle sicher dabei

Sicher ist, dass Essen, Herne und Neuwied den EVD in die Endrunde begleiten werden. Im Osten sind die favorisierten Icefighters Leipzig und Saale Bulls Halle ebenfalls sicher qualifiziert; hinter diesem Duo streiten sich an den letzten drei Spieltagen die Black Dragons Erfurt (27 Punkte), Tornado Niesky (23) und der EHV Schönheide (20) und die beiden letzten freien Plätze. Aktuell arbeiten die Vereine am Spielplan dieser Endrunde.

Für den EVD steht zudem noch die Übergabe des Meisterpokals der Oberliga West und der Medaillen an – auch hierfür steht der Termin noch nicht endgültig fest.