Die kurze Liste des Trainers

Gegen Berlin lief es für die Ducks nicht rund, dennoch gewannen die Duisburger mit 7:4.
Gegen Berlin lief es für die Ducks nicht rund, dennoch gewannen die Duisburger mit 7:4.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Die Duisburg Ducks bieten gegen die Berlin Buffalos eine schwache Leistung, gewinnen aber mit 7:4. Am kommenden Samstag Spitzenspiel in Augsburg.

Duisburg..  Die Liste von Sven Fydrich war kurz: „Wir haben drei Punkte. Und es war ein faires Spiel mit insgesamt nur sechs Strafminuten auf beiden Seiten.“ Was die Liste des Trainers des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks beinhaltet? Die positiven Aspekte am 7:4 (2:2, 2:1, 3:1)-Sieg gegen den Vorletzten Berlin Buffalos. Denn der Auftritt der Duisburger hatte trotz des Erfolges verflixt wenig mit dem eines Tabellenführers gemein.

Schon in den ersten Minuten brachten die Spieler ihren Trainer zur Weißglut. „Schieß! Jetzt schießen!“, rief der Coach immer wieder bei guten Gelegenheiten aufs Feld – nur wollte so recht kein Ducks-Spieler darauf hören. Zwar kommen im ersten Abschnitt noch drei Pfosten- beziehungsweise Lattentreffer (einmal Dominick Thum, zweimal Christoph Clemens) in der Rubrik Pech dazu, doch selbst im besten Abschnitt aus Duisburger Sicht war ein 2:2 zur Pause viel zu wenig. Defensiv fingen sich die Hausherren aus eineinhalb Chancen der Berliner zwei Gegentreffer ein, weil nicht konsequent genug verteidigt wurde. Doch auch offensiv war die Schlafmützigkeit des Tabellenersten nur schwer zu ertragen.

Auch nach dem Tor zum 3:2 (24.) fingen sich die Ducks abermals den Ausgleich ein. Sie konnten sich danach bei Fabian Lenz bedanken, der fünf der sieben Duisburger Tore erzielte – oft durch Einzelleistungen – und den letzten Treffer durch Paul Fiedler auch noch vorbereitete. Gerade das 4:3, nur Sekunden nach dem Berliner Ausgleich in der 39. Minute, war ein typisches Lenz-Tor. Aus an sich viel zu spitzem Winkel düpierte er den Berliner Goalie, indem er Ball in die einzig freie Lücke im kurzen Winkel direkt über der Schulter von Lars Krautmann platzierte.

„Wichtig ist, wie die Jungs nun damit umgehen“, sagte Sven Fydrich nach dem Spiel. „Wenn wir anständig damit umgehen, heißt das, dass wir einsehen, dass wir heute einfach mal das Glück auf unserer Seite hatten und schon am Montag beim Training so richtig Gas geben.“ Diese Einsicht sollte auch tatsächlich kommen, denn am kommenden Samstag (18.30 Uhr) müssen die Ducks auswärts beim aktuellen Zweiten TV Augsburg ran, der mit einem Spiel mehr einen Punkt hinter den Enten rangiert. Erst vor drei Wochen standen sich die beiden Mannschaften in Duisburg gegenüber. Gegen damals vergleichsweise schwach agierende Schwaben gewannen die Ducks mit 11:7. Mit einer Leistung wie nun gegen Berlin werden die Ducks in Augsburg aber kaum bestehen können.

Duisburg Ducks –
Berlin Buffalos 7:4

Drittel: 2:2, 2:1, 3:1
Tore: 1:0 (4:23) Clemens (Marten), 1:1 (8:24) Simon (Kleemann), 2:1 (9:07) Lenz (Petry), 2:2 (12:37) Stephan (Nagat), 3:2 (23:31) Lenz (Petry), 3:3 (38:17) Stephan (Nagat), 4:3 (38:40) Lenz (Thum), 5:3 (41:33) Lenz (Fiedler), 5:4 (45:00) Mathea (Kleemann), 6:4 (45:37) Lenz (Nimako), 7:4 (56:13) Fiedler (Lenz). Strafen: Duisburg 4, Berlin 2.