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Die Hoffnung wächst

24.01.2012 | 18:04 Uhr
Die Hoffnung wächst
Philipp Riefers (rechts) machte gegen Dortmund ein starkes Spiel im EVD-Trikot. (Foto: Lars Fröhlich)

Duisburg.Der EV Duisburg darf von der Aufstiegsrunde träumen. Trainer Franz Fritzmeier warnt aber vor den „Kleinen“.

Duelle mit Dortmund haben seit einiger Zeit ihren ganz eigenen Reiz. Einige Scharmützel hier, einige verbale Seitenhiebe dort. Ganz so, wie es sich für eine Lokalrivalität gehört. „Egal, mit welchem Kader wir auflaufen, Dortmund ist Favorit“, hatte Franz Fritzmeier, der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg vor dem Spitzenspiel am Sonntag betont. Auch weil sein Gegenüber Frank Gentges auf den Ausfall einiger seiner Stürmer verwies. Das beantworteten die Füchse-Fans schon vor dem Auftaktbully mit massenhaft gezückten Taschentüchern: „Kann man weinen, muss man aber nicht“, schallte es durch die Scania-Arena.

„Endlich als Einheit aufgetreten“

Nach dem 4:2-Sieg gegen die Elche herrscht bei den Füchsen, wenn wundert’s, gute Stimmung. „Und eines muss man auch mal sagen: Wir haben nur mit vier Verteidigern spielen können“, so Fritzmeier. Und diese vier machten ein erstaunlich gutes Spiel. Trotz der deutlich höheren Eiszeit als üblich hielten die Duisburger das Tempo hoch, spielten in der Defensive ungeheuer aufmerksam. „Angesichts der Situation war es unser Ziel, das Spiel ins Dortmunder Drittel zu verlagern“, so Fritzmeier. Ein Konzept, das aufging. Ein weiteres Ziel: Unterzahlsituationen vermeiden. Und tatsächlich spielten die Füchse nur 29 Sekunden in numerischer Unterlegenheit. Bei der Strafe gegen Alexander Preibisch musste auch ein Dortmunder vom Eis. Und als Marcel Ohmann in die Kühlbox musste, folgte ihm der Ex-Duisburger Nils Liesegang eben nur jene 29 Sekunden später.

Dass es trotz eines 3:0-Vorsprungs wieder eng wurde, mag ärgern, lag aber sicher auch an der Klasse des Gegners. Auch wenn ein Dortmunder Regelverstoß beim vermeintlichen Ausgleich der Gäste zu Hilfe kam; die Füchse haben sich letztlich vollkommen verdient durchgesetzt. „Das wäre einfach nicht gerecht gewesen, hätten wir diese Partie nicht gewonnen“, so Fritzmeier, der sich zudem über eine starke Leistung der DEL-Förderlizenzspieler – allen voran Diego Hofland und Philipp Riefers – freuen konnte. „Wir sind endlich als eine Einheit aufgetreten.“

Die Lage in der Liga lässt die Hoffnung wachsen, dass der EVD einen Platz unter den ersten Vier und damit die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga erreicht. Nach der schmerzlichen Niederlage in Frankfurt patzten eben jene Löwen in Unna und unterlagen auch am Sonntag daheim dem neuen Spitzenreiter aus Bad Nauheim.

Bleiben die Duisburger in ihren Heimspielen ungeschlagen und setzten sich gegen die unteren Drei auch auswärts durch, sollte das Vorhaben gelingen. „Ich warne aber eindringlich davor, Hamm, Unna-Königsborn und Ratingen zu unterschätzen“, so Fritzmeier. Die aktuellen Ergebnisse untermauern des Trainers Warnung. Gegen Königsborn zu Hause am Freitag und am Sonntag in Hamm geht es weiter. Gewinnen die Füchse diese Spiele, sollte der EVD den Dortmundern die Daumen gegen Frankfurt und Nauheim drücken. Denn dann wäre ein großer Schritt in die Aufstiegsrunde getan.

Friedhelm Thelen

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