„Die haben mehr Angst vor uns“

Beim Wuppertaler SV, der morgen (15 Uhr) im Zoostadion den VfB Homberg zum Fußball-Oberliga-Meisterschaftsspiel empfängt, ging es in den letzten Tagen mehrfach rund. So sollen Wuppertaler Ultras das Training des Liga-Rivalen und Spitzenreiters SSVg Velbert massiv gestört haben. Ein paar Tage zuvor gab es zudem eine interne „Störung“: Der WSV löste den Vertrag mit Kapitän Dennis Schmidt auf. Lokalmedien berichten von einer körperlichen Auseinandersetzung, in die Schmidt verwickelt gewesen sein soll.

Beim VfB Homberg hat man die Vorkommnisse registriert, konzentriert sich aber auf den eigenen Laden. Trainer Günter Abel: „Wenn wir noch mal eine Chance im Kampf um den Klassenerhalt haben wollen, dann dürfen wir in Wuppertal nicht verlieren.“ Die Marschroute des Abstiegskandidaten ist also nicht nur auf Schadensbegrenzung ausgelegt. Abel: „Wenn es uns nur darum gehen würde, die Niederlage möglichst in Grenzen zu halten, müssten wir gar nicht erst anreisen. Ziel ist es, das Geschehen offen zu gestalten, selbst Duftmarken nach vorne zu setzen. Mit uns rechnet doch in Wuppertal überhaupt keiner. Ich bin sicher, dass der WSV mehr Angst vor uns hat als umgekehrt.“ Der Ex-Profi schöpft seine Zuversicht aus der Tatsache, „dass sich Topteams gegen Mannschaften aus der Abstiegszone oft schwer tun. Alles rechnet mit einem klaren Sieg. Je länger die Begegnung offen ist, destro größer wird die Ungeduld beim Publikum.“

Die Homberger müssen im Defensivbereich basteln, da Ognjen Petrovic wegen seiner fünften Gelben Karte ausfällt. Oguzhan Cuhaci könnte seinen Posten übernehmen, dafür rückt Sebastian Schweers nach zuletzt guter Jokerleistung wieder in die Startelf. Für Tobias Schiek ist die Saison gelaufen. Nach seinem verheilten Beinbruch hat sich ein eingesetzter Nagel gelöst, so dass sämtliche Platten und Schrauben in Kürze aus dem Bein operativ entfernt werden.