Der Trainer und das Fernsehen

Von den Lausitzer Füchsen zu den Duisburger Füchsen: Danny Albrecht spielt künftig für den EVD.
Von den Lausitzer Füchsen zu den Duisburger Füchsen: Danny Albrecht spielt künftig für den EVD.
Foto: imago/photoarena/Eisenhuth NRZ
Der EVD präsentiert mit Danny Albrecht von den Lausitzer Füchsen den ersten Neuzugang. Erst kürzlich traf er viermal gegen Duisburg – gegen die Ducks.

Duisburg..  Ein Fuchs wird ein Fuchs: Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg hat den ersten Neuzugang für die Saison 2015/16 unter Vertrag genommen. Dabei muss sich der neue Stürmer nur an neue Vereinsfarben, nicht aber an ein neues Maskottchen gewöhnen. Danny Albrecht wechselt von blau-gelben Lausitzer Füchsen aus der 2. Liga zu den schwarzen-roten Artgenossen von der Wedau.

Ein Bild von seinem neuen Verein hat sich der 30-Jährige schon gemacht. Denn in der Oberliga-Finalserie sah er die beiden Heimspiele gegen den EHC Freiburg. „Insgesamt habe ich Duisburg leicht vorne gesehen, vor allem bei fünf gegen fünf waren die Füchse etwas besser. Was fehlte, waren die Tore trotz guter Chancen. Am Ende hat wohl die etwas größere Erfahrung der Freiburger die Serie entschieden.“ Und genau dieses Manko soll Albrecht nun helfen zu beheben.

464 Einsätze in der 2. Liga

Der neue Angreifer hat schon viel Erfahrung in der früheren 2. Bundesliga, der jetzigen DEL2 gesammelt. 464 Mal lief er im Unterhaus auf und erzielte dabei 71 Tore und 201 Vorlagen. In der vergangenen Saison in Weißwasser waren es sechs Tore und 27 Vorlagen. Albrecht wurde am 17. Januar 1985 in Bad Muskau geboren und stammt aus dem Nachwuchs des ES Weißwasser. In der 2. Liga lief er abgesehen von seinem Heimatverein auch für Bremerhaven, Regensburg, Essen und Schwenningen auf. In der Oberliga sammelte er Erfahrung bei den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies. In Duisburg trifft er nun einen alten Bekannten: „Wir haben in Bremerhaven zusammengespielt und vorher in den Nachwuchs-Nationalmannschaften“, sagt er über Markus Schmidt. Auch seinen Coach kennt er schon – zumindest indirekt. Denn auf die Frage, ob er seinen künftigen Trainer Tomas Martinec kenne, sagte Albrecht mit einem Augenzwinkern: „Ich kenne ihn, aber nur aus dem Fernsehen.“

„Er ist ein technisch starker Spieler und zudem ein sehr guter Typ“, sagt EVD-Teamchef Lance Nethery über den Neu-Duisburger. „Wir brauchten schließlich einen Ersatz für Diego Hofland und vielleicht noch den einen oder anderen weiteren Spieler in dieser Art.“ Nethery gefällt vor allem die Verbindung aus Erfahrung und Alter. „Er ist ja trotz seiner großen Erfahrung keine 38 Jahre alt. Er hat also noch einige Jahre vor sich, in denen er eine Top-Leistung abrufen kann.“

Ein weiterer Grund für Albrecht selbst, zum EVD zu wechseln, ist die geographische Nähe. Denn der Stürmer wohnt in Mülheim – was sich auch in seiner „Sommerbeschäftigung“ niederschlägt. Denn erst vor gut zwei Wochen hat Albrecht gegen Duisburg gespielt – gegen die Duisburg Ducks, um genau zu sein. Denn schon seit 2008 spielt der 1,77 Meter große Angreifer für die Rockets Essen in der Skaterhockey-Bundesliga. 54 Mal lief er seither für die Raketen auf und kommt dabei auf 76 Tore und 57 Vorlagen. Viermal langte er kürzlich gegen die Enten zu.