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Der Sturmlauf der Füchse

05.02.2012 | 21:53 Uhr
Der Sturmlauf der Füchse
Jubel bei den Füchsen – der Vorsprung auf Platz fünf beträgt neun Punkte. (Foto: Hayrettin Özcan)

Begeisternder Sieg gegen Bad Nauheim folgt zwar eine Niederlage in Kassel, doch Frankfurt patzt.

EV Duisburg –
EC Bad Nauheim6:3

Drittel: 2:0, 1:3, 3:0
Tore: Hauner, Huhn (je 2), Gogulla, Preibisch. Strafen: Duisburg 6, Bad Nauheim 16. Zuschauer: 921.

Kassel Huskies –
EV Duisburg5:2

Drittel: 1:1, 2:1, 2:0
Tore: Hanke, Breitkreuz. Strafen: Kassel 8, Duisburg 10. Zuschauer: 5123.

Das Tor zur Aufstiegsrunde steht ganz weit offen. Einem begeisternden Spiel gegen Bad Nauheim, das mit einem 6:3 (2:0, 1:3, 3:0)-Sieg über die Roten Teufel endete, folgte zwar eine 2:5 (1:1, 1:2, 0:2)-Niederlage bei den Kassel Huskies – aber selbst das fühlte sich wie ein Sieg an. Denn die Löwen Frankfurt, derzeit Fünfter und damit auf dem ersten „Nicht-Aufstiegsrunden-Platz“, patzten ausgerechnet gegen das bislang punktlose Schlusslicht aus Hamm – und das auch noch mit 3:7. Nun sind noch zwölf Punkte zu vergeben, und die Füchse können sich weiterhin über neun Zähler Vorsprung freuen. „Jetzt gilt es, uns auf das Heimspiel gegen Ratingen zu konzentrieren“, schwört EVD-Trainer Franz Fritzmeier seine Mannschaft schon jetzt auf den kommenden Freitag ein.

Björn Linda in starker Form

Sollte seine Mannschaft dann so spielen wie im ersten und letzten Drittel gegen Bad Nauheim, kann das Husarenstück Aufstiegsrunde gelingen. Allerdings trieben die Füchse die Spannung selbst auf die Spitze. Zum x-ten Mal verspielte der EVD eine Drei-Tore-Führung – und gewann dennoch! „Ganz ehrlich“, sagte EVD-Trainer Franz Fritzmeier. „Ich weiß nicht, warum das immer passiert.“ Die junge Duisburger Mannschaft durchwandert in einem Spiel schon mal ein Tal, hat aber auch im Konzert der Großen immer das Zeug, wieder zurück ins Spiel zu finden.

Schon nach knapp zwei Minuten nutzte Norman Hauner seinen eigenen Abpraller zum 1:0. Nauheim blieb gefährlich, wurde aber von EVD-Keeper Björn Linda immer wieder gestoppt. Die Füchse hatten das Spiel aber im Griff. So erhöhte Patrik Gogulla per Alleingang auf 2:0 (14.). In der 28. Minute zog er in Überzahl ab – sein Schuss wurde von Daniel Huhn zum 3:0 abgefälscht. Doch mit dem Nauheimer Anschlusstreffer (30.) und kassierte gar in Unterzahl das 3:3.

Doch nur 33 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels nutzte Hauner ein Powerplay zum 4:3. Duisburg gab wieder Gas und entschied die Partie mit zwei eigenen Unterzahltreffern. Erst hämmerte Daniel Huhn den Puck zum 5:3 (50.) in die Maschen. In der 54. Minute spielte Alexander Preibisch den Nauheimer Keeper bei einem Alleingang aus. Beim 6:3 blieb es, weil Björn Linda einen äußerst starken Tag erwischt hatte.

Und auch in Kassel machten die Füchse eine starke Partie. Den 0:1-Rückstand, der aus einer doppelten Huskies-Überzahl resultierte, glich Benjamin Hanke ebenfalls im Powerplay aus. Kassel machte viel Druck, doch die Füchse blieben im Spiel, agierten völlig auf Augenhöhe. Und sie hatten Pech: Denn noch vor der ersten Pause war Marcel Ohmann durch, wurde von hinten gehakt – der Penaltypfiff blieb aber aus. Und ein Stürmer muss nicht erst fallen, um diese Aktion als strafschusswürdig zu beurteilen.

Erneut gingen die Kassel Huskies in Führung, wieder glich der EVD aus, diesmal war Clarke Breitkreuz zur Stelle. Doch kurz darauf lag Kassel wieder vorne und brachte den Sieg im letzten Drittel unter Dach und Fach. Kurz vor Ende parierte Linda schließlich noch einen Penalty – gegen Ex-Fuchs Artjom Kostyrev.

Friedhelm Thelen

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