Der späte Saisonstart

Es hat lange gedauert – aber die Eishockey-Saison hat endlich begonnen. Der gestrige Auftakt im Play-off-Halbfinale der Oberliga gegen Regensburg bot den Zuschauern endlich das, was sie in den letzten Monaten so oft vermisst hatten. Spannung, bange Minuten, Duisburger Tore, die eben nicht nur für die Statistiker wichtig sind, sondern auch für Begeisterung sorgen, weil sie ein knappes Spiel entscheiden. Am Ende standen ein 3:1-Sieg der Füchse und die Erkenntnis, dass das Halbfinale kein Spaziergang für die Duisburger sein wird. Und das ist auch gut.

Diese Spannung hätten wir uns schon im Play-off-Viertelfinale gewünscht, doch auch gegen Hannover war die Dominanz der Füchse zu groß. Sie fertigten die Indians kurz und schmerzlos in drei Spielen ab. Das alles zeigt, wie wichtig der Aufstieg in die DEL2 für den EV Duisburg ist, so lange es dem Verband nicht gelingt, eine starke und ausgeglichen besetzte Oberliga zu bilden.

Das starke Zuschauer-Interesse – gestern waren 2809 Fans in der Eishalle – ist ein Beleg dafür, dass das Duisburger Publikum danach giert, gutes und spannendes Eishockey zu sehen. Und das nicht nur in der finalen Saisonphase, sondern an jedem Wochenende. Auch wenn die Macher von Kenston einen Plan B für einen weiteren Angriff in der kommenden Saison in der Schublade haben – besser wäre, sie würden ihn nicht benötigen. Nichts gegen Neuwied, Hamm oder Herne – aber Spiele gegen diese Mannschaften gab es in den letzten Jahren genug.