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Der OSC Rheinhausen schaut nun nach unten

11.11.2012 | 22:00 Uhr
Der OSC Rheinhausen schaut nun nach unten
Hier haben die Rheinhauser Nils Artmann (rechts) und Maik Schneider das Nachsehen.Foto: Heinrich Jung

Gladbeck. VfL Gladbeck –
OSC Rheinhausen 26:24 (10:11)

OSC: Bliß – Roscheck (6), Heger (5), Wernicke , Flemmig (je 4), Kress (3/1), Artmann, Bernau (je 1).

Als Mirko Bernau am Samstag in Gladbeck nicht auf dem Parkett stand, war die Mannschaft des Handball-Drittligisten OSC Rheinhausen blutjung. „Der Altersdurchschnitt lag zwischenzeitlich bei 21,6 Jahren“, rechnete der Manager nach der Partie vor. Am Ende dann doch zu jung? Der OSC verlor beim Aufsteiger VfL Gladbeck 24:26 (11:10) und muss nun allmählich den Blick nach unten richten.

Vier Niederlagen in Folge, kein Ende der Personalmisere in Sicht – der OSC geht längst auf dem Zahnfleisch. Der wichtigste Spieler, Mirko Szymanowicz, saß verletzt auf der Tribüne. „Mit Mirko hätten wir das Spiel klar gewonnen“, sagte Trainer Jörg Förderer, der sich zwar mit der Mannschaft aufwärmte aber nicht selbst ins Geschehen eingriff, hinterher. Der Konjunktiv gilt gemeinhin als Feind des Verlierers – nun hoffen die Rheinhauser, dass der am Knie lädierte Kapitän am Samstag im nächsten Spiel in Korschenbroich wieder mitwirken kann.

Bernau sorgte für Ordnung

Der OSC lag schon kurz nach dem Anpfiff 3:0 vorne, doch dann blieben die Gäste elf Minuten lang ohne Torerfolg. Erst Mirko Bernau brachte Ordnung ins Spiel. Dafür war der Routinier am Ende auch platt: „Ich hatte vor dem Spiel zweieinhalb Wochen nicht mehr trainiert.“

Der OSC ging immerhin mit einer 11:10-Führung in die Halbzeitpause. Auch nach dem Wechsel lagen die Gäste zunächst vorne, dann ergriff Gladbeck die Initiative. Dem OSC gelang neun Minuten vor Schluss durch Marcel Wernicke der Ausgleich zum 22:22. Auch 90 Sekunden vor dem Ende zappelte der Ball im Gladbecker Netz, doch die Schiedsrichter erkannten den vermeintlichen Ausgleich zum 25:25 durch Nils Artmann nicht an. Gladbecks Trainer Holger Krimphove gab später zu: „Ein reguläres Tor.“ Für Jörg Förderer ein schwacher Trost.

Oppers Debüt verschoben

Trösten konnte sich der Rheinhauser Coach aber mit der starken kämpferischen Leistung seiner Mannschaft und einem herausragenden Auftritt von Torhüter Sebastian Bliß, der den OSC im Spiel hielt. „Wir haben aber am Kreis zu viele Fehler gemacht. Die hat Gladbeck brutal bestraft“, so Förderer. Vergeblich wartete Matthias Opper nach monatelanger Verletzungspause auf sein Debüt. „Es hätte keinen Sinn gemacht, ihn zu bringen. Ich hätte ihn so verheizt“, will Förderer den Neuzugang vom TV Aldekerk behutsam an den Spielbetrieb heranführen. Im Pokalspiel bei TuSEM Essen II am Mittwoch bietet sich dazu die Gelegenheit. Auch Stephan Liekenbrock kam in Gladbeck nicht zum Einsatz. Auch er konnte krankheitsbedingt in den letzten zwei Wochen kaum trainieren.

Dirk Retzlaff



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