Der DSV 98 ist wieder da

„Da sind wir wieder!“ Die Aufstiegs-T-Shirts des DSV 98 sagen alles aus – das Team von Trainer Marek Debski (li.) ist zurück in der 1. Bundesliga.
„Da sind wir wieder!“ Die Aufstiegs-T-Shirts des DSV 98 sagen alles aus – das Team von Trainer Marek Debski (li.) ist zurück in der 1. Bundesliga.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Das Debski-Team ist wieder in die Bundesliga aufgestiegen. Der Duisburger SV 98 bot beim DWL-Aufstiegsturnier in Brandenburg eine souveräne Leistung und gewann alle drei Spiele.

Duisburg..  Der Duisburger SV 98 ist zurück. Nach einem Jahr in der 2. Liga West sicherten sich die Blau-Weißen schon vor dem abschließenden Spiel im DWL-Aufstiegsturnier gegen Gastgeber SGW Brandenburg den Sprung zurück ins Oberhaus. Im Feld der vier Zweitliga-Meister – Brandenburg rückte für zwei nicht aufstiegsberechtigte Mannschaften in der Ost-Staffel nach – war der DSV die souveränste und beständigste Mannschaft.

„Das haben die Jungs richtig gut gemacht“, freute sich Trainer Marek Debski. Los ging es mit einem 10:8 (1:2, 3:0, 4:2, 2:4) gegen den Mitabsteiger des Vorjahres, die Wasserfreunde Fulda. Zwar lag der DSV nach dem ersten Viertel noch knapp hinten, doch danach übernahmen die Duisburger immer mehr das Kommando. Als die 98er zwei Minuten vor Ende des dritten Abschnitts mit 8:3 vorne lagen, war die Vorentscheidung gefallen. Sven Wies büßte zwar einen kleinen Teil eines Zahns ein, doch auch das bremste den DSV nicht aus. „Im zweiten Spiel ist das auch Nils Elsenpeter passiert. Wasserball ist halt ein harter Sport“, so Debski.

Die Nacht auf Sonntag war kurz. „Aufgrund eines Unwetters dauerte die Fahrt zu unserem Hotel in Magdeburg länger als erwartet“, berichtet der Coach. Erst kurz vor Zwölf kamen die 98er an. Der Treffpunkt am nächsten Morgen war allerdings schon um 6 Uhr. Das 9:7 (2:2, 2:2, 4:2, 1:1) gegen Poseidon Hamburg war dann aber schon der Schlüssel zum Aufstieg. „Hamburg war schwimmerisch besser als Fulda, aber wir haben gut dagegengehalten.“ So führte Hamburg nur beim 2:1 und 4:3, ansonsten lagen die Duisburger vorne. „Nach diesem Sieg kamen schon die ersten Gratulanten“, berichtet DSV-Wasserballwartin Susanne Becker. Das war noch zu früh. Doch fast wäre schon im folgenden Spiel der Aufstieg perfekt gewesen, aber zwei Sekunden vor Ende gewann Fulda mit 12:11 gegen Brandenburg, sodass rechnerisch noch nicht alles klar war. Das änderte sich dann aber im fünften der sechs Turnierspiele. Fulda und Hamburg trennten sich 12:12 unentschieden – und das, obwohl Poseidon zweieinhalb Minuten vor Ende schon 12:9 geführt hatte. Für Hamburg war der Ausgleich das Ende aller Hoffnungen, doch nur wenn Fulda noch gewonnen hätte, wäre der DSV 98 noch von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen gewesen. So war vor dem Spiel gegen Brandenburg für die Duisburger alles klar. „Die Jungs haben sich die Spiele natürlich alle zusammen angeschaut“, so Becker. Die Reaktion nach dem 12:12 zwischen Fulda und Hamburg? „Sie haben sich abgeklatscht, mehr nicht. Schließlich stand noch ein Spiel an“, augenzwinkerte Becker. Ebenfalls positiv: Durch diesen Verlauf fiel die „Rolle“ und damit die Sperre, die sich Mihael Petrov im Spiel gegen Hamburg nach einem Duell mit Florian Lemke eingehandelte hatte, nicht mehr ins Gewicht.

Durchatmen war also angesagt, denn selten war ein Aufstiegsturnier dermaßen knapp. „Das gab es nur ganz selten, dass alle vier Mannschaften so eng beieinander waren und alle vier unbedingt aufsteigen wollten“, erklärte Becker. Befreit von jeglichem Druck jagten die Duisburger dann aber den Gastgeber SGW Brandenburg mit 16:9 (3:2, 6:1, 2:2, 5:4) aus dem Becken – sehr zur Freude der Wasserfreunde Fulda, die damit Zweiter wurden und mit dem DSV aufsteigen.

Das DWL-Aufstiegsturnier in Zahlen:

Ergebnisse:
DSV 98 – Wasserfreunde Fulda 10:8 (1:2, 3:0, 4:2, 2:4). DSV-Tore: Standke (3), Petrov, Ranta (je 2), Elsenpeter, Gromann, Leszek
SGW Brandenburg – Poseidon Hamburg 12:11 (1:2, 3:4, 4:4, 4:1).
DSV 98 – Poseidon Hamburg 9:7 (2:2, 2:2, 4:2, 1:1). DSV-Tore: Leszek (5), Ranta (3), Werner
SGW Brandenburg – Wasserfreunde Fulda 11:12 (1:2, 4:2, 3:4, 3:4).
Wasserfreunde Fulda – Poseidon Hamburg 12:12 (2:4, 3:3, 3:3, 4:2).
DSV 98 – SGW Brandenburg 16:9 (3:2, 6:1, 2:2, 5:4). DSV-Tore: Werner, Standke (je 3), Elsenpeter, Brauer, Ranta (je 2), Schnabl, Gromann, Wedekind, Leszek

Tabelle:
1. Duisburger SV 98 35:24 Tore / 6 Punkte
2. Wasserfreunde Fulda 32:33 / 3
3. SGW Brandenburg 32:39 / 2
4. Poseidon Hamburg 30:33 / 1