Debüt nach Maß für neues Trainerduo

Die Erlösung: André Huebscher bejubelt das Führungstor durch Fabio Pfohl kurz nach Beginn des zweiten Drittels.
Die Erlösung: André Huebscher bejubelt das Führungstor durch Fabio Pfohl kurz nach Beginn des zweiten Drittels.
Foto: Heidrich
Im ersten Spiel unter Lance Nethery und Uli Egen kommt der EV Duisburg zu einem 4:1-Sieg über die Icefighters Leipzig. Verteidigersuche läuft noch.

Duisburg..  Das Debüt ist gelungen. Im ersten Spiel unter dem neuen Trainergespann Lance Nethery/Uli Egen kam der EV Duisburg zu einem 4:1 (0:0, 2:0, 1:1)-Sieg über die Icefigh­ters Leipzig und hat damit nach der 2:5-Auftaktniederlage bei den Saale Bulls Halle in der Oberliga-Endrunde zurück in die Spur gefunden.

Zur Premiere der Nachfolger von Matthias Roos war die Scania-Arena gut gefüllt; auch einige Fans aus Leipzig hatten sich auf den weiten Weg gemacht. Das Spiel passte sich den äußeren Bedingungen an: Beide Mannschaften lieferten vollen Einsatz und gute Unterhaltung ab – im Falle des EVD im ersten Drittel nur mit dem Minuspunkt, dass es nicht gelang, die Überlegenheit in einen Torerfolg umzumünzen. Zahlreiche Chancen blieben ungenutzt – und dann gesellte sich auch noch eine klare Fehlentscheidung von Schiedsrichterin Ramona Weiss hinzu, die nicht auf Penalty entschied, als Kevin Orendorz in der neunten Minute frei auf dem Weg zum Tor war, aber von Ziga Svete regelwidrig gestoppt wurde. Der Leipziger erhielt nur eine Zwei-Minuten-Strafe – seine zweite von insgesamt drei im ganzen Spiel.

Was im ersten Abschnitt noch fehlte, holten die Füchse unmittelbar zu Beginn des Mitteldrittels nach. 15 Sekunden waren gespielt, als Fabio Pfohl auf Pass von Raphael Joly zum 1:0 einschoss. Joly selbst war dann in der 33. Minute für den Ausbau der Führung verantwortlich: Er nutzte einen Torwartfehler von Sebastian Staudt, der den kurzen Winkel ungedeckt ließ, und traf über die Schulter des Leipziger Keepers zum 2:0. Auf der Gegenseite hielt Felix Bick seinen Kasten auch im zweiten Drittel konsequent sauber. In Gefahr geriet die Null dabei vor allem in der 36. Minute: Da war es Florian Ullmann, der freie Schussbahn hatte, doch Bick fischte den Puck sicher herunter.

Auch im letzten Drittel legten die Gastgeber einen Start nach Maß hin und durften sich dabei erneut über die Assistenz des sächsischen Goalies freuen. Einen nicht einmal sehr harten Schuss von Noureddine Bettahar ließ Staudt zu kurz abprallen, woraufhin Stephan Fröhlich den Puck zum vorentscheidenden 3:0 über die Linie drückte. In der Folge überstanden die Gastgeber zunächst sogar eine 3:5-Unterzahl, wobei Fabio Pfohl in dieser Phase auch noch mit einem Bauerntrick an Staudt scheiterte. Kurz darauf saßen dann wieder zwei Duisburger gleichzeitig auf der Strafbank – und diesmal schlugen die Gäste zu: Hannes Albrecht vermasselte Felix Bick den möglichen Shutout. Kurz vor Schluss stellte Joly den alten Abstand aber wieder her.

Hinter den Kulissen wurde weiter daran gearbeitet, vor dem Ende der Wechselfrist eine Verstärkung zu präsentieren. Ein Abschluss konnte aber noch nicht verkündet werden. Es besteht aber die große Hoffnung, am Samstag noch einen neuen Verteidiger verpflichten zu können. Der hätte dann eine Woche Zeit, sich mit seinen neuen Teamkollegen einzuspielen, denn an diesem Sonntag sind die Füchse erneut spielfrei. Weiter geht es in der Endrunde am kommenden Freitag – mit dem kleinen Ruhrderby gegen Herne.

Tore: 1:0 (20:15) Pfohl (Joly), 2:0 (32:27) Joly (Huebscher, Lascheit/5–4), 3:0 (42:29) Fröhlich (Bettahar, Krämer), 3:1 (56:40) Albrecht (Striepeke, Svete/5–3), 4:1 (59:48) Joly (Neumann, Pfohl/ 5–4). Strafen: EVD 12, Leipzig 10. Zuschauer: 1366.