Das „X“ ist weg

Hombergs Verteidiger Dennis Konarski kann in der Szene nur hinterher schauen: Die SSVg Velbert war beim Rückrundenstart eine Nummer zu groß für den Tabellenletzten vom Rheindeich.
Hombergs Verteidiger Dennis Konarski kann in der Szene nur hinterher schauen: Die SSVg Velbert war beim Rückrundenstart eine Nummer zu groß für den Tabellenletzten vom Rheindeich.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VfB Homberg startete mit einer 0:5-Packung bei der SSVg Velbert in die Rückrunde. Fabian Hastedt musste verletzt raus. Sunay Acar verschoss einen Foulelfmeter. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt elf Punkte.

Günter Abel, Trainer des Fußball-Oberligisten VfB Homberg, hatte die Aufholjagd zum Klassenerhalt unter das Motto „16 Spiele plus X“ gestellt. Das „X“ stand für die SSVg Velbert, die als spielstärkste Mannschaft der Klasse gilt. Nach den 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz an der Poststraße ist die X-Gleichung aufgelöst: Der VfB bekam eine 0:5 (0:2)-Packung verabreicht und hält schon Ende Februar ein noch schlechteres Blatt in der Hand.

Der Abstand auf das rettende Ufer ist von neun auf elf Punkte angewachsen. „Wenn nach sechseinhalb Wochen intensiver Vorbereitung so ein Resultat herauskommt, ist das schlichtweg eine Katastrophe“, fand Linienchef Abel deutliche Worte für den Auftritt seiner Gefolgschaft, die sich rund 25 Minuten gefestigt und in vielen Bereichen verbessert präsentiert hatte.

Dann allerdings fand die Fehlerkette, die man eigentlich im alten Jahr zurückgelassen haben wollte, den Weg zurück in den Homberger Defensivverbund. Abel: „Wenn ich mir das Velberter Führungstor so ansehe, dann hätte ich das selbst als 50-Jähriger so nicht zugelassen.“ Kevin Hagemann nutzte einen Stellungsfehler von Fabian Hastedt und das mangelhafte Absichern von Albert Gashi eiskalt aus (22.). Abel sichtlich sauer: „Im Nachhinein müsste man drei Mal mit dem Kopf gegen die Wand hauen, dass wir uns so ein Ding gefangen haben.“ Nicht besser wurde der Gemütszustand des 49-Jährigen, als es nach Foul an Patrick Polk Elfmeter für Homberg gab. Neuzugang Sebastian Schweers war als Schütze eingeteilt, ließ sich aber von Routinier Sunay Acar die Kugel abnehmen. Acar scheiterte an SSVg-Keeper Philipp Sprenger (32.). Als Jura Adolf, der für den ausgeknockten und ins Hospital gebrachten Fabian Hastedt eingewechselt wurde, eine hundertprozentige Chance vergab (36.), war der weitere Spielverlauf vorgezeichnet. Velbert erhöhte durch David Müller, der von Polk und Dennis Konarski förmlich eingeladen wurde, auf 2:0 (42.). Nach der Pause legten Marvin Mühlhause (50.), Kevin Hagemann (68.) und Philipp Schmidt (88.) nach. Abel: „Fußball ist relativ einfach. Wer mehr Fehler macht, verliert. Und gegen so ein qualitativ gutes Team wie Velbert darf man sich eben nicht diese Anzahl an Aussetzern erlauben. Jetzt haben wir noch 16 Partien zu absolvieren. Davon müssen wir neun gewinnen, um drin zu bleiben.“