Das wahre Gesicht der OSC Löwen ist gefragt

Nach der Pleite gegen Zweibrücken sind die OSC Löwen nun in Schalksmühle gefordert.
Nach der Pleite gegen Zweibrücken sind die OSC Löwen nun in Schalksmühle gefordert.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Nach der 19:30-Pleite gegen den SV Zweibrücken muss Jörg Förderers Team sich am Samstag in Schalksmühle rehabilitieren.

Duisburg..  Wiedergutmachung – so lautet das Stichwort für die Drittliga-Handballer der OSC Löwen Duisburg. Am Samstagabend treten die Rheinhauser bei der SG Schalksmühle-Halver an. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle Löh in Schalksmühle. Die Mannschaft von Spielertrainer Jörg Förderer will dann beweisen, dass die Leistung bei der 19:30-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Zweibrücken ein Ausrutscher war.

Wie sieht jetzt das wahre Gesicht der OSC Löwen aus? Ist es das kämpferische, das entschlossene, das mutige, das sie vor 14 Tagen bei der knappen Niederlage in Krefeld zeigten? Oder ist es das verängstigte, mut- und kraftlose aus dem Spiel gegen Zweibrücken? Für die Verantwortlichen der OSC Löwen ist die heutige Partie ein wichtiger Gradmesser. Nur wenn das Team den Sauerländern Paroli bieten und eine engagierte Leistung auf Augenhöhe präsentieren kann, wird SG-Chef Klaus Schuppert gute Argumente haben, warum er bis zum Ende der Wechselfrist in 14 Tagen den Kader nicht mehr verstärken will.

Der schmale Grat

Nicht nur Schuppert, auch Coach Förderer ist davon überzeugt, mit dem aktuellen Spielermaterial den Abstieg vermeiden zu können. Es gilt nun, Fehler abzustellen. Etwa in der Offensive. „Unser Angriffsspiel gegen Zweibrücken war katastrophal“, so Förderer mit Blick auf gerade einmal 19 erzielte Tore. Ein Beispiel dafür, wie schmal der Grat sein kann, mag Michael Heimansfeld sein. Immerhin ein Spieler, der nach dem Ausfall von Kevin-Christopher Brüren und dem Weggang von Felix Handschke Verantwortung übernimmt. In Krefeld spielte Heimansfeld überragend. Nur tragisch: In der Schlussminute vergab er die Chance zum möglichen Siegtreffer. Gegen Zweibrücken war er mit fünf Treffern „erfolgreichster“ OSC-Schütze, doch gleichzeitig verwarf er zu viele Bälle.

Am Samstag soll und muss bei den Duisburgern vieles besser werden. Noch beträgt der Abstand zum rettenden Ufer – dort steht derzeit übrigens Handschkes neuer Klub Neusser HV – gerade einmal einen Punkt. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Anschluss verlieren. Wenn du erst einmal vier, fünf Punkte zurückliegst, wird es ganz schwer“, sagt Torwart-Routinier Matthias Reckzeh.

Auch diesmal plagen Jörg Förderer personelle Sorgen. Marcel Wernicke konnte krankheitsbedingt in dieser Woche nicht trainieren. Förderer hofft, dass Wernicke rechtzeitig fit wird. Nico Biermann trägt zwar keinen Gips mehr, die Partie in Schalksmühle kommt für ihn aber wahrscheinlich zu früh. Und Robin Flemmig (Leistenverletzung) fällt noch lange aus – womöglich sogar bis zum Ende der Saison.

Bei der Suche nach einem starken Neuzugang für die kommende Saison mussten die OSC Löwen übrigens einen Korb hinnehmen. David Breuer (TuS Ferndorf), der nach Informationen der Sportredaktion mit den Duisburgern in Kontakt stand, entschied sich nun für den Neusser HV.