Das Peking-Ticket
07.03.2008 | 14:49 Uhr 2008-03-07T14:49:00+0100Das 5:5 gegen Italien ebnet dem Nationalteam den Weg zu den Olympischen Spielen.Tobias Kreuzmann und Timo Purschke hoffen auf die endgültige Nominierung
WASSERBALL QUALIFIKATIONSTURNIER Deutschlands Wasserballer können die Koffer für Peking packen. Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm, mit Tobias Kreuzmann und Timo Purschke vom ASC Duisburg, sicherte sich beim Qualifikationsturnier im rumänischen Oradea mit einem 5:5 gegen Italien den Sieg in der Qualifikationsgruppe B und damit die direkte Qualifikation für die olympischen Sommerspiele in der Hauptstadt Chinas.
Die Dramaturgie wurde dabei seiner Bedeutung mehr als gerecht. In dem packenden Duell geriet die DSV-Auswahl gegen den WM-Fünften früh mit 1:4 in Rückstand. Doch Stamms Truppe bewies Moral und Kampfeswillen, ließ den Vorsprung der Italiener immer weiter schrumpfen und glich schließlich im dritten Viertel zum 5:5 aus. Elf lange Minuten mussten die Deutschen den Spielstand verteidigen, der ihnen den noch fehlenden Punkt zum Gruppensieg bescherte.
Deutschland hat sich damit als neuntes von insgesamt zwölf Nationalteams für Olympia qualifiziert. Italien, Kanada, Rumänien, Griechenland und Russland kämpfen noch bis Sonntag um die verbleibenden drei Plätze. Auch die DSV-Auswahl bleibt noch in Oradea und spielt mit um den Turniersieg - der angesichts der feststehenden Qualifikation jetzt den Stellenwert einer Ehrenrunde einnimmt.
ASCD-Trainer Arno Troost freute sich über den Erfolg seiner Schützlinge: "Das ist eine schöne Sache für Tobias und Timo", sagte er. "Jetzt hoffe ich natürlich für die beiden, dass sie auch in Peking mit dabei sein werden. Die Spieler, die die Qualifikation geschafft haben, werden beim Bundestrainer sicher einen Vorteil haben. Aber ich denke, er wird die Leistungen in der Liga genau verfolgen."
Troost rechnet für Freitag nächster Woche mit der Rückkehr der zwei Nationalspieler ins Mannschaftstraining. "Sie sollen sich erst einmal soviel Auszeit nehmen, wie sie brauchen", stellt der Trainer einige freie Tage in Aussicht. Obwohl es ihm ganz recht wäre, könnte er im Pokalspiel in Brambauer wieder auf die Recken von Oradea zurückgreifen.
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