Das letzte Mal
14.02.2010 | 17:38 Uhr 2010-02-14T17:38:00+0100
Duisburg. ASCD-Urgestein Manfred Rotstein dankt vor der Partie zwischen dem ASC Duisburg und dem SSV Esslingen als Stadionsprecher ab. In der anschließenden DWL-Partie tut sich der ASCD lange schwer. Erst im Schlussviertel spielen die Duisburger ihre Überlegenheit aus.
Ein letztes Mal griff Manfred Rotstein zum Mikrofon, ein letztes Mal bedankte er sich bei den Fans, dann zog er seinen Mantel und Hut an, legte seinen Schal um und verließ das Duisburger Schwimmstadion. Fast 31 Jahre lang bekleidete Rotstein den Posten des Pressewarts beim ASC Duisburg, untermalte als Stadionsprecher die Spiele in der Wasserball-Bundesliga. Die DWL-Begegnung gegen den SSV Esslingen am Samstagnachmittag war seine letzte, im März wird sich das ASCD-Urgestein auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl stellen. „Tja, das war's”, grüßte Rotstein nach der Partie noch einmal wehmütig in die Runde. Sein letztes Mal brachte noch einmal einen Sieg (12:7). Schön anzuschauen war der aber nicht.
Trainingsspiele gegen ZSKA Moskau
„Wir haben uns unerwartet schwer getan”, gestand Trainer Arno Troost. „Ich weiß nicht, ob der Karneval uns gelähmt hat, aber das war nicht das, was wir abrufen wollten. Die Mannschaft ist da sehr selbstkritisch.” Bis zum Schlussabschnitt mussten die Duisburger sogar bangen. Mit einer knappen 8:7-Führung ging es ins letzte Viertel. Dann aber legten die Amateure noch einmal ein Schippchen drauf und brachte mit einem 4:0-Lauf den Sieg unter Dach und Fach. „Wir haben die Qualität, auch in so einem Spiel noch einmal zurückzukommen. Darauf können wir uns aber auch nicht immer verlassen”, so Troost, der ebenso wie der Rest des Teams mit dem Auftritt haderte.
Als einen Grund für die durchwachsene Leistung machte der ASCD-Coach auch die fehlende Spielpraxis aus. Erst ein Spiel haben die Duisburger in diesem Jahr bestritten. Ausfälle und Pausen verhinderten bis dato, in einen Rhythmus zu kommen. Nun steht erneut eine Pause auf dem Plan, ehe es am 27. Februar im Top-Duell gegen die Wasserfreunde Spandau geht. Der fehlenden Wettkampfpraxis wirken die Duisburger mit einigen Trainingsspielen entgegen. Als Gegner hat sich ZSKA Moskau gefunden. Die Russen mit ihrem Trainer Alexander Gorodilov schlagen ihr Lager in Duisburg auf und sollen den ASCD in einigen Spielen auf höchstem Niveau fordern. „Da werden wir die volle Leistung zeigen müssen”, so Troost. „Da wird uns ganz sicher alles abgefordert.”
Statistik:
ASC Duisburg - SSV Esslingen 12:7 (4:3, 3:1, 1:3, 4:0)
Tore: Egedi, Florian Müller, Gietz (je 3), Lucas, Schüler, Kapsa.
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