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2:1-Sieg des MSV gegen Homberg ist für Baumann zweitrangig

17.07.2013 | 22:29 Uhr
2:1-Sieg des MSV gegen Homberg ist für Baumann zweitrangig
Trainer Karsten Baumann sah eine frischere MSV-Elf als zuletzt gegen die eigene U 23.Foto: Fabian Strauch / WAZ FotoPool

Duisburg.   Onuegbu und Aycicek treffen für den MSV Duisburg zum Sieg gegen den Oberligisten VfB Homberg. Trainer Karsten Baumann ging es jedoch weniger um das Ergebnis. Er freute sich über die Leistungssteigerung im Vergleich zur Niederlage gegen die eigene U 23 und denkt über weitere Verpflichtungen nach.

Der MSV Duisburg startet mit einem positiven Ergebnis in die am Samstag beginnende Drittligasaison. Beim Oberligisten VfB Homberg siegten die Zebras vor rund 2500 Zuschauern 2:1 (1:0). „Das Erfolgserlebnis war für mich zweitrangig. Wichtig war aus meiner Sicht, dass wir besser gestanden haben und frischer waren als beim 1:3 gegen unsere U 23. Zwischen den Spielen lagen Welten“, bilanzierte MSV-Trainer Karsten Baumann.

Im ersten Abschnitt ließ der Coach seine vermeintliche Startelf für das Heidenheim-Duell antreten, wobei die Gastspieler Patrick Zoundi (30/zuletzt Union Berlin) sowie Stefano Cincotta (22/zuletzt FC Lugano) bis zum Samstag noch als Verpflichtungen hinzukommen könnten. Baumann: „Bei Zoundi hat man gesehen, welche Qualität er mitbringt und dass er höherklassig gespielt hat. Er ist erst morgens zur Mannschaft gestoßen und hat für mich nach seiner Einwechslung stark gespielt. Ich wäre froh, wenn es klappt, dass er als neuer Spieler zu uns kommt.“

Improvisiertes Mannschaftsfoto mit "gesicherten" Spielern

Zoundi ist nicht die einzige Personalie, die „klappen“ soll. MSV-Stammtorwart Michael Ratajczak lief gegen Homberg noch mit einer Gastspielgenehmigung auf, da die internationale Freigabe des belgischen Verbands nicht vorlag. „Ratta“ hatte zuletzt bei Royal White Star in Brüssel unter Vertrag gestanden. Für Sturm-Neuerwerbung Kingsley Onuegbu wurden die Papiere für die sportärztliche Untersuchung, die für das Inkrafttreten des Vertrags unumgänglich sind, eineinhalb Stunden vor Anpfiff des Hombergspiels eingeheftet.

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Offenbar waren diese Regularien auch der Hauptgrund für das kurzfristig abgesagte Mannschaftsfoto, das ursprünglich am Mittwochmorgen an der Westender Straße geschossen werden sollte. Zwischen DFB und MSV scheint es unterschiedliche Auffassungen zu geben, welche Verträge als „wasserdicht“ und welche Kontrakte als „verbesserungswürdig“ einzustufen sind. So stellten sich die Zebras vor dem Anpfiff der Testpartie mit den elf „gesicherten“ Startspielern und Trainerteam zum improvisierten Teamfoto auf.

Baumann wechselt fast komplett durch

In den ersten 45 Minuten ernteten die Zebras viel Applaus von ihren Anhängern. Gelungene Grätschen, selbst verunglückte Schussversuche wurden wohlwollend begleitet. Erst kurz vor dem Seitenwechsel konnte auch ein Tor bejubelt werden: Auf Vorlage von Sascha Dum traf Kingsley Onuegbu mit einem Flachschuss (39.). „Ein schöner Angriff. Ich hätte mir solche Situationen, in denen wir mit Tempo auf das Tor zurennen, gewünscht. Aber manchmal wissen die Jungs noch nicht, wo die Mitspieler hinlaufen“, zeigte Baumann Verständnis für das eine oder andere Missverständnis.

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Nach der Pause wurde fast komplett gewechselt. Nur Torwart Ratajczak blieb noch einige Minuten auf dem Feld, bevor er von Marcel Lenz abgelöst wurde. Homberg glich durch einen Lupfer von Janis Timm, der aus dem MSV-Nachwuchs stammt, zum 1:1 aus (59.). Per Strafstoß stellte Deniz Aycicek die Weichen auf MSV-Sieg (68.). VfB-Trainer Günter Abel: „Ich war mit meinen Jungs zufrieden. Der MSV ist keine Laufkundschaft, hat mit hohem Tempo agiert. Wir haben kompakt agiert. Das war die Grundvoraussetzung, die ich den Jungs auf den Weg gegeben hatte.“ Was sich Abel für die Zukunft wünscht: „Wenn wir mehr Druck auf den ballführenden Gegner aufbauen, dann ergeben sich für uns mehr Konterchancen.“

Es hapert noch an der Eingespieltheit

MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach wollte zwar im sportlichen Sektor nicht allzu sehr ins Detail gehen, stellte aber fest: „Ich habe schöne Ansätze gesehen. Vor allem die rechte Seite hat mir bei uns gut gefallen.“ Nur mit der Eingespieltheit hinken die Zebras logischerweise hinterher. Marbach: „Wenn die Jungs drei Spiele mehr gemacht hätten, dann sähe das schon ganz anders aus.“

Verständlicherweise müssen die Verantwortlichen mit Geduld in das Abenteuer 3. Liga einbiegen. „Drei, vier, fünf Spieltage müssen wir Nachsicht haben. Wenn die Abstimmung besser wird, dann klappt das schon“, zeigt sich der 54-Jährige zuversichtlich.

Thomas Tartemann

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2013-07-17 22:29
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