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Das Bayern-Gefühl

03.06.2012 | 21:54 Uhr
Das Bayern-Gefühl
Die Duisburg Ducks im Gruppenspiel gegen die Red Dragons Altenberg, die später das Europapokalturnier gewannen. Die Enten sicherten sich trotz des 1:2 den Gruppensieg, schieden dann aber im Viertelfinale gegen Vesterbro aus. (Foto: Stephan Eickershoff)

Duisburg. Beim Europapokal in eigener Halle unterlagen die Ducks-Frauen unglücklich den Vesterbro Starz. Turniersieger wurde Altenberg aus Österreich.

Dass der deutsche Fußball-Rekordmeister einmal herhalten muss als Synonym für unglückliche und bittere Niederlagen, hätten sich Uli Hoeneß und Co. bis vor kurzem wohl nicht gedacht. „Ich fühle mich gerade wie der FC Bayern“, war Sven Fydrich völlig niedergeschlagen. „Da hat der Sport sein hässliches Gesicht gezeigt.“ Da hatten die Duisburg Ducks ein gelungenes Turnier um den Skaterhockey-Europapokal der Frauen organisiert, die Mannschaft zeigte in der Vorrunde starke Leistungen – scheiterte dann aber im ersten K.-o.-Spiel und mussten im Viertelfinale den tags zuvor völlig enttäuschenden Däninnen von den Vesterbro Starz mit 2:3 den Vortritt lassen. Am Ende stand für die Gastgeberinnen nur der siebte Platz.

„Vesterbro ist unglaublich“, sagte Sascha Wilson aus der Herren-Mannschaft der Ducks. „Bei den Männern ist das genauso. Die spielen in der Vorrunde immer schlecht, kommen irgendwie ins Viertelfinale und drehen dann auf.“ Ganz verrückt trieben es die Däninnen diesmal: Denn in der Vorrunde, in der es nur um die Rangfolge für die Viertelfinalpaarungen ging, wurden sie von den Düsseldorf Rams gleich mit 0:10 (!) vom Feld gescheucht.

Die Duisburgerinnen kamen gut ins Turnier. Gleich zum Auftakt gewannen sie gegen die Mendener Mambas rundherum verdient mit 2:0. „Wir waren klar besser und haben Menden keine Chance gelassen“, sagte Fydrich. Ähnliches gilt auch für das 3:1 gegen den IHC Rothrist aus der Schweiz, gegen den die Ducks-Damen zu einem ungefährdeten Sieg kamen. „Dann haben wir zwar noch mit 1:2 gegen die Red Dragons Altenberg verloren, aber Gruppensieger waren wir trotzdem“, erklärt Fydrich.

Weil Vesterbro am ersten Turniertag wie beschrieben lethargisch übers Feld huschte, waren sie als Vierter der anderen Gruppe der Viertelfinalgegner der Duisburgerinnen. „Wir waren auch hier besser, haben das Tor aber nicht getroffen“, so Fydrich. Und als Ursula Monsieur eine völlig überzogene Fünfminutenstrafe kassiert hatte, nutzte Vesterbro das Powerplay zum 3:2-Sieg. Im ersten Platzierungsspiel gegen Givisiez (1:2) war die Motivation im Keller, ehe es mit dem 3:0 gegen Rothrist im Spiel um Platz 7 noch einen versöhnlichen Abschluss gab. Europapokalsieger wurden die Red Dragons Altenberg, die im Finale ein 1:3 gegen Menden in einen 6:3-Sieg drehten.

Die Duisburger Spiele:
Vorrunde: Ducks – Mendener Mambas 0:2. Tore: Candy Wilson-Czajka, Sally Klöser.
Ducks – IHC Rothrist 3:1. Tore: Sally Klöser (2), Lisza Fink.
Ducks – Red Dragons Altenberg 1:2. Tor: Sally Klöser.
Viertelfinale: Ducks – Vesterbro Starz 2:3. Tore: Candy Wilson-Czajka, Jana Gowinkovsky.
Platzierungsrunde: Ducks – SHC Givisiez 1:2. Tore: Jana Gowinkovsky.
Spiel um Platz 7: Ducks – IHC Rothrist 3:0. Tore: Sally Klöser (2), Steffi May.

Weitere Finalspiele:
Spiel um Platz 5:
SHC Givisiez – Crash Eagles Kaarst 2:1
Spiel um Platz 3: Vesterbro Starz – Düsseldorf Rams 1:6
Finale: Mendener Mambas – Red Dragons Altenberg 3:6

Abschlussplatzierung: 1. Red Dragons Altenberg, 2. Mendener Mambas, 3. Düsseldorf Rams, 4. Vesterbro Starz, 5. SHC Givisiez, 6. Crash Eagles Kaarst, 7. Duisburg Ducks, 8. IHC Rothrist.

Friedhelm Thelen

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