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„Dann hat sie einen Stammplatz“

05.08.2012 | 21:48 Uhr
„Dann hat sie einen Stammplatz“
Zwei Tore: Mandy Islacker.

Duisburg.   Dem eher durchwachsenen Auftritt bei Borussia Bocholt (3:1) folgte am Sonntag ein überzeugendes 7:0 bei Borussia Mönchengladbach.

Ein Trainer, der ein Versprechen abgibt, ist eher die Ausnahme. Marco Ketelaer tat am Sonntag aber genau das. „Wenn sie mir immer drei Tore garantiert, hat sie auf der Zehner-Position einen Stammplatz“, meinte der Coach des FCR 2001 Duisburg gut gelaunt nach dem 7:0 (4:0)-Sieg bei Regionalligist Borussia Mönchengladbach – und meinte damit Nachwuchsspielerin Daria Streng, die einen Dreierpack zu diesem Ergebnis beigesteuert hatte. Tags zuvor hatte es zum Start in die Testspielphase einen eher moderaten 3:1 (1:1)-Erfolg bei Regionalligist Borussia Bocholt gegeben.

Chiara Kirstein, Nina Windmüller, Julia Debitzki, Alice Hellfeier, Daria Streng, Isabel Schenk, Vanessa Wahlen, Gurbet Kalkan – in den ersten 45 Minuten in Bocholt hatte Marco Ketelaer ein sehr junges und unerfahrenes Team aufgeboten, das zwar spielbestimmend und mit viel Ballbesitz agierte, es aber an der Kombinationssicherheit mangeln ließ. Lediglich in der 22. Minute klappte es gut, als Borussia-Keeperin Tanja Belting einen Schuss von Steffi Weichelt abwehren konnte, Gurbet Kalkan den Abpraller aber zum 1:0 verwertete. Eine Minute vor dem Wechsel nutzte jedoch Karin Renzel das noch nicht sehr zupackende Zweikampfverhalten auf FCR-Seite zum umjubelten Ausgleich.

Die nach dem Wechsel mit deutlich mehr Routine auflaufenden Gäste spielten dann erwartungsgemäß auch gefälliger zusammen, doch es dauerte bis zur 80. Minute, ehe die erneute Führung durch Vorjahres-Toptorjägerin Mandy Islacker gelang – vorbereitet durch Nicole Banecki. Vier Minuten später sorgte Lieke Martens für den Endstand.

Am Sonntag traf der FCR auf den nominell der stärkeren der beiden in einer Liga spielenden Gegner: Immerhin zählt Zweitliga-Absteiger Mönchengladbach zu den Titelfavoriten in der Regionalliga. Diesmal machte es Marco Ketelaer umgekehrt und bot erst die arrivierteren Kräfte wie Laura Neboli, Jennifer Oster und Gülhiye Cengiz auf. Seine Elf agierte von Beginn an zwingender und überzeugender – und legte mehr Durchschlagskraft an den Tag. Lieke Martens legte mit zwei Treffern in der zweiten und 31. Minute den Grundstein, auf den Mandy Islacker (30.) und Kapitänin Oster (34.) noch zwei Treffer draufpackten. Nach dem Wechsel durfte sich Jugendnationalspielerin Streng auf der zentralen offensiven Position versuchen und konnte dort nicht zuletzt mit ihrem Hattrick (68., 84., 88.) voll überzeugen.

Zuschauer waren die beiden Zugänge aus den USA. Nach Torhüterin Ashlyn Harris ist nun auch Defensivspielerin Elli Reed eingetroffen, die gleich ein Lob von Marco Ketelaer erhielt: „Sie ist sehr aufgeschlossen und sehr interessiert an der Mannschaft und am Verein.“

Thomas Kristaniak

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