Celic-Ausrutscher entscheidet

Im Fußball-Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen musste sich die U 19 des MSV Duisburg knapp 0:1 (0:1) geschlagen geben. Das „goldene“ Tor durch Leverkusens Mark Brasnic resultierte aus einem Patzer von Zebra-Verteidiger Maks Juraj Celic, der den Ball wenige Meter vor dem eigenen Kasten nicht unter Kontrolle bekam. MSV-Keeper Tom Gubini hatte keine Abwehrmöglichkeit.

„Celic ist in dieser Situation unglücklich ausgerutscht. Schade, dass aus so einer Szene der Treffer gefallen ist, der die Partie am Ende entschieden hat“, kommentierte MSV-A-Jugendcoach Carsten Wolters und schob nach: „Es war für uns wirklich ein ganz doofes Gegentor.“

Weil sich seine in den vergangenen Wochen offensiv wie defensiv überzeugende Mannschaft diesmal kaum in die Gefahrenzone des Gegners durchspielen konnte, verlebte Bayer-Schlussmann Patrick Bade einen relativ ruhigen Vormittag. Wolters: „Wir haben gerade im ersten Durchgang zu passiv, teilweise auch zu zögerlich agiert. Leverkusen hat geschickt die Räume eng gemacht und nur ganz wenig zugelassen.“

Weder Duisburgs Knipser Max Machtemes (zehn Treffer) noch Wirbelwind Ahmet Engin (7) oder Vizekapitän Metin Kücükarslan (7) waren in der Lage, entscheidende Nadelstiche zu setzen. „Wenn unser torgefährliches Trio nicht trifft, dann ist es schwer. Wir hatten diesmal aber insgesamt nicht so die Offensivszenen“, meinte Wolters.

Das 0:1 wertete der ehemalige Dortmunder „nicht als Beinbruch, es geht am Wochenende gegen Preußen Münster weiter. Ziel ist es, so schnell wie möglich die 30-Punktemarke zu knacken.“

Ebenfalls mit einer Packung Frust verlief das B-Jugend-Bundesligaspiel der MSV-U-17 bei Rot-Weiß Essen. Die Meidericher führten im Derby nach torlosem ersten Durchgang durch ein Kopfballtor von Tarik Baydemir (44.) und einen Schuss von Lukas Daschner (62.) zwischenzeitlich 2:0, mussten sich aber mit einem Remis begnügen.

„Unsere Führung war absolut verdient“, befand Coach Engin Vural, „aber dann haben wir zwei Situationen zugelassen, die RWE genutzt hat.“

Das Anschlusstor resultierte aus einem für Vural „fragwürdigen Elfmeter“, den Essens Ismael Remmo (63.) verwandelte.

Ärgerlich aus MSV-Sicht: Das 2:2 fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Mirco Brückner. Vural: „Vor dem Anpfiff wären wir sicherlich mit einer Punkteteilung einverstanden gewesen. Jetzt im Nachhinein sind wir es natürlich nicht. Der Spielverlauf ist bitter für meine Jungs. Sie müssen das Erlebnis so mitnehmen. Am Sonntag wollen wir es gegen Arminia Bielefeld wieder besser und erfolgreicher gestalten.“