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Fußball-Oberliga

Ausgleich nach Luftloch

05.08.2012 | 22:00 Uhr
Ausgleich nach Luftloch
Hamborns Fabian Hastedt sah in der Schlussminute die gelb-rote Karte. (Foto: Strauch)

Duisburg.   Löwen erkämpfen sich in der Schlussphase durch den Treffer von Joker Stellmach noch einen Punkt. Homberger Führung durch Sogolj genügt nicht.

VfB Homberg –
Hamborn 07 1:1 (1:0)

VfB: Weichelt – Embers, Dragovic, Konarski, Schiek – Giorri (60. Kouam Kengne), Urban, Cuhaci (56. Hartmann), Terwiel (83. Weiß), Bongers – Sogolj.
Hamborn: Blättermann – Fröschke, Zander, Surkau, Hommes – Neul (75. Kaczmarek), Hastedt, Ferreira, Ünal (46. Basaran), Opitz (60. Stellmach) – Brosowski.
Tore: 1:0 Sogolj (8.), 1:1 Stellmach (84.).
Gelb-rote Karte: Hastedt (90., Hamborn).

Da verstehen sich zwei Männer einfach prima. Üblicherweise sitzt Wolfgang Graf, Vizepräsident des VfB Homberg, in der Pressekonferenz nach den Heimspielen des Fußball-Oberligisten zwischen den beiden Trainern – was bisweilen aufgrund von überschäumendem Temperament auch nötig ist. Diesmal nahm Gästecoach Thomas Geist kurzerhand neben seinem Kollegen Günter Abel Platz und versicherte: „Wir werden uns bestimmt nicht kebbeln.“ Der neue Übungsleiter von Hamborn 07 hielt Wort: Stattdessen wechselten wie schon im Vorfeld des Duisburger Derbys Komplimente hin und her – und die gegenseitige Versicherung, dass das 1:1 (1:0) den Spielanteilen entsprach.

„Körpersprache entscheidet“

Zufriedener mit diesem Ausgang konnten fraglos die Gäste vom Holtkamp sein. Die feierten den Punktgewinn nach dem Abpfiff auf dem Rasen wie einen Sieg, was einerseits an der Ausgangsposition, anderseits auch am Spielverlauf lag. „Die Homberger Mannschaft ist sicherlich abgeklärter als unsere, aber vielleicht noch nicht so eingespielt. Insgesamt haben wir uns das Unentschieden aber verdient“, konstatierte Thomas Geist für die Löwen. Günter Abel lobte die Hamborner für ihr Auftreten: „Manchmal entscheidet Körpersprache ein Spiel, und da hatte uns 07 heute etwas voraus. Wir waren heute wohl ein bisschen zu schüchtern.“

Vor 600 Zuschauern traf das in der Anfangsphase noch nicht zu. Da schaffte es der VfB zumindest zeitweise, dem Ansinnen seines Trainers nachzukommen und attraktiveren Fußball als im Vorjahr zu spielen. Die Führung in der achten Minute resultierte aber nicht zuletzt aus einem Abstimmungsproblem in der Hamborner Deckung: Nach einem langen Schlag von Daniel Embers aus der eigenen Hälfte kam Almir Sogolj genau zwischen den schlecht postierten Daniel Surkau und Fabian Fröschke an den Ball, den er dann über den zu weit herausgekommenen Björn Blättermann ins Netz hob.

Homberg versäumte es, die Führung in einen deutlicheren psychologischen Vorteil umzumünzen. Letztlich war das Spiel mit Sogolj als einziger Spitze auch zu statisch – und es gelang auch nicht, die Schwäche der Hamborner auf den defensiven Außenpositionen zu nutzen. Gleichwohl wäre das 2:0 wohl fällig gewesen, wenn Schiedsrichter Guido Tenhofen nach einem Foul von Fröschke an Sogolj auf den Punkt gezeigt hätte (42.). „Klar ist das ein Elfmeter“, räumte auch Thomas Geist nachher ein.

Die zweite Halbzeit bestritt Hamborn mit deutlich mehr Druck – was vor allem an den Einwechslungen der pfeilschnellen Ali Basaran und Max Stellmach lag. Basaran, der für den schwachen Ramazan Ünal kam und über rechts sehr viel Druck machte, hatte auch den Ausgleich auf dem Fuß, doch er traf mit einer sehenswerten Direktabnahme nur den Pfosten (64.). In der 84. Minute wurden die Hamborner dann für ihr Engagement belohnt: Im Strafraum trat zwar Daniel Brosowski ein Luftloch, doch stattdessen war Max Stellmach zur Stelle und schoss zum 1:1 ein.

Thomas Kristaniak



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