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Ausgleich in letzter Sekunde

08.09.2012 | 05:00 Uhr
Ausgleich in letzter Sekunde
Die OSC-Deckung mit Bastian Roschek, Steffen Heger und Marcel Wernicke (von rechts) packt zu – Leichlingens Tim Menzlaff bekommt’s zu spüren.Foto: Udo Milbret

Duisburg.   Mirko Szymanowicz schafft mit einem direkt verwandelten Freiwurf doch noch das 31:31 gegen den Leichlinger TV. Trainer Jörg Förderer imponiert die kämpferische Einstellung seines Teams.

OSC Rheinhausen –
Leichlinger TV 31:31 (15:14)

OSC: Bliß, Reckzeh – Szymanowicz (9/2), Wernicke (6), Kreß, Liekenbrock (je 5), Artmann (4/2), Flemmig, Roschek (je 1), Bernau, Janus.

Die Anhänger des OSC Rheinhausen waren nicht mehr zu halten. Sie stürmten das Parkett und feierten mit den Spielern des Handball-Drittligisten den Punktgewinn gegen den Leichlinger TV. In letzter Sekunde hatte Mirko Szymanowicz mit einem direkt verwandelten Freiwurf den nicht mehr für möglich gehaltenen 31:31 (15:14)-Ausgleich erzielt.

„Das ist die Mannschaft, die wir sehen wollen. Die Jungs haben immer an sich geglaubt“, stellte Trainer Jörg Förderer fest, nachdem er sich aus der Jubeltraube mit seinen Schützlingen gelöst hatte. Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene sahen die Gäste bei einer 31:29-Führung wie der sichere Sieger aus. Dann verkürzte Nils Artmann per Siebenmeter, ehe Schlussmann Sebastian Bliß im Gegenzug die Leichlinger Chance zur Entscheidung zunichte machte. Dann war die Zeit auf der Uhr abgelaufen – und die Deckung der „Piraten“ versammelte sich zu einer Mauer, die den letzten Freiwurf von Szymanowicz abblocken sollte. Doch irgendeine Hand der groß gewachsenen Leichlinger fälschte stattdessen den Ball unhaltbar für den zuvor sehr stark parierenden Stefan Nippes in die untere Torecke ab.

Unter dem Strich hatte sich der OSC diesen Punktgewinn verdient. In beiden Halbzeiten lief das Förderer-Team meistens einem Rückstand hinterher, kam aber immer wieder mit viel Einsatz zurück. So stand es nach 21 Minuten 13:9 für Leichlingen – doch neun Sekunden vor der Pause brachte Mirko Szymanowicz seine Mannschaft erstmals wieder nach vorn.

Im zweiten Durchgang mussten die Rheinhauser dann auch noch mit Verletzungssorgen fertig werden. Defensivspezialist Damian Janus knickte um und konnte nicht mehr mitmischen. Auch der Sportliche Leiter Mirko Bernau, der wieder aushalf, musste mit einer Wadenzerrung recht schnell wieder vom Feld. So gehandicapt, geriet der OSC scheinbar vorentscheidend mit 21:25 ins Hintertreffen, ehe dann im Schlussspurt doch noch der hart erkämpfte Teilerfolg heraussprang, der für einen gelungenen Saisonstart mit 3:1 Punkten sorgt.

Auf gegnerischer Seite hatte der Ex-Rheinhauser André Loschinski übrigens einen schweren Stand: Die Fans pfiffen ihn bei den meisten Ballkontakten aus.

Die Partie hatte mit knapp zehn Minuten Verspätung begonnen. Grund: Der Computer für den elektronischen Spielbericht war abgestürzt.

Thomas Kristaniak



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