Auftakt mit kleinem Kader

Gut gelaunt beim Trainingsauftakt: Isabel Schenk (links) und Sofia Nati freuen sich, dass es wieder losgeht.
Gut gelaunt beim Trainingsauftakt: Isabel Schenk (links) und Sofia Nati freuen sich, dass es wieder losgeht.
Foto: Funke Foto Services
In zwei Wochen soll das Zweitliga-Team des MSV Duisburg stehen. Probespielerin verletzte sich beim Auftakttraining.

Dusburg..  Die besten Fußballerinnen der Stadt haben das Training aufgenommen. Und immer noch wirkt es irreal, dass diese Mannschaft nun ein Zweitligist ist. Diesen Umstand will der MSV Duisburg möglichst zügig korrigieren, doch für Ziele und Absichten ist es noch zu früh. Ganz offiziell besteht der Kader der Zebras für die anstehende Saison in der 2. Bundesliga Nord erst aus zwei Torhüterinnen und neun Feldspielerinnen, eine von ihnen, Julia Debitzki, fällt aufgrund eines Kreuzbandrisse noch alles aus – aber immerhin entstammen sie allesamt dem bisherigen Erstliga-Team, einschließlich Laura Luis, die zum Ende der vergangenen Saison nur in der Regionalliga-Reserve randurfte, dort aber mit 17 Treffern die fünftbeste Torjägerin der Liga wurde.

„Wir haben zunächst einmal seit gestern vier Spielerinnen zur Probe bei uns. Am Wochenende und zu Wochenbeginn kommen weitere hinzu. Die Gespräche werden parallel geführt, sodass wir die Neuzugänge noch nicht finalisieren konnten“, so Udo Kirmse, der im MSV-Vorstand für den Frauenfußball zuständig ist.

So waren gestern Isabella Posch, Simona Koren (beide LUV Graz), Petra Mitter (ASK Bruck/Leitha) und Michelle Büning (Borussia Bocholt) dabei. „Zudem wird unsere U-17-Spielerin Jülide Mirvan die gesamte Vorbereitung mit uns absolvieren“, erklärt Trainerin Inka Grings. Doch das Pech schlug gleich zu: Petra Mitter musste aufgrund von Unwohlsein nach wenigen Minuten passen; Isabella Posch blieb bei einer Übung hängen und musste mit einer Knieverletzung zur Untersuchung ins Krankenhaus. Aufgrund von Urlaub fehlt Marina Himmighofen beim Auftakt.

Auf der Abgangsseite des Erstliga-Absteigers stehen elf Spielerinnen: Bekannt war bereits, dass Virgnia Kirchberger (1. FC Köln), Dolores Silva, Lucie Vonkova (beide USV Jena) und Carole Costa (BV Cloppenburg) neue Vereine gefunden hatte. Carmen Pulver, bei der es zunächst nach einem Verbleib in Duisburg aussah, kehrt in die Schweiz zurück und spielt künftig für den FC Luzern. Zudem schloss sich Geldona Morina dem Zweitliga-Konkurrenten FSV Gütersloh an. Klar war zudem, dass Jennifer Oster ihre Karriere beendet. Emilie Fillion, Kristina Sundov und Gurbet Kalkan haben bislang noch keinen neuen Verein gefunden. Das gilt auch für die Schweizer Nationaltorhüterin Gaëlle Thalmann. „Wir haben die Gespräche in beidseitigem Einvernehmen beendet“, erklärt Kirmse, dass keine Einigung zu erzielen war.

In einem anderen wichtigen Punkt laufen die Gespräche noch. Denn offenbar ist nun doch das PCC-Stadion in Homberg als Austragungsstätte für die Zweitliga-Spiele im Gespräch. In rund zwei Wochen will Kirmse in diesem Punkt Klarheit haben. Viele Punkte spielen eine Rolle – wie Zugangskontrolle, fehlende Sitzplätze und einige andere. Die Kabinen auf der Vereinsanlage an der Mündelheimer Straße haben bei den weiteren Gesprächen, so Kirmse, keine Rolle gespielt, obwohl hier einige Arbeiten notwendig waren und auch noch sind. So waren die Duschen teilweise nicht warm, weil die Wärmeregulierung in der benachbarten Sporthalle Süd untergebracht war. „Das ist inzwischen gelöst. Einige Türen der Kabinen könnten zudem handwerkliche Zuwendung gebrauchen“, sagte Kirmse mit einem Augenzwinkern und hofft auch das bald erledigen zu können.

Am Samstag, 11 Uhr, steht der erste Test bei der SGS Essen an. „An sich ist es für ein Testspiel zu früh. Aber dabei können sich unsere Probespielerinnen besser zeigen“, so Grings. „Wir haben einige Angebote. Gut wäre, wenn der Kader in rund zwei Wochen stehen würde.“

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